Holan verteidigt Strategie und kritisiert körperliche Verfassung des Kaders nach Niederlage von Cerro Porteño

Nach der Niederlage gegen Sportivo Trinidense im Apertura 2026 rechtfertigte Trainer Ariel Holan den Einsatz von Stammspielern als Trainingsmaßnahme und kritisierte die körperliche Disparität des von der vorherigen Führung übernommenen Kaders, mit Blick auf die Qualifikation für das Achtelfinale der Libertadores.

Holan defende estratégia e critica condição física do elenco após derrota do Cerro Porteño
Holan defende estratégia e critica condição física do elenco após derrota do Cerro Porteño

Cerro Porteño erlitt eine herbe Niederlage gegen Sportivo Trinidense in der vorletzten Runde des Torneo Apertura 2026, es bleibt nur der Kampf um die Vizemeisterschaft. Die Leistung beunruhigte die Fans, doch Trainer Ariel Holan verteidigte seine Strategie und analysierte die Situation des Vereins eindringlich.

Für Holan wurde das Spiel in bestimmten Momenten entschieden, die die Mannschaft emotional nicht bewältigen konnte. Trotz eines vielversprechenden Beginns waren die Tore von Trinidense tödlich. „Das Tor brachte uns für einige Minuten aus dem Spiel, und in der zweiten Halbzeit kassierten wir gleich zu Beginn das zweite. Es waren Schlüsselmomente, die emotional den Spielverlauf beeinflussten“, sagte er.

Eine der häufigsten Fragen war, warum er die Stammspieler vor dem entscheidenden Duell gegen Palmeiras in der Libertadores riskierte. Holan war direkt: „Wir waren am Ende müde, aber wir müssen auch trainieren. Manchmal ist das Beste, spielend zu trainieren.“

Der Trainer zog eine klare Linie zwischen der nationalen und internationalen Leistung. „Die Ergebnisse in der Meisterschaft waren nicht gut; im Pokal dagegen schon. Es ist nicht einfach, in Kolumbien zu gewinnen oder Junior zu besiegen. Die Gruppe ist komplex, und die Mannschaft schlägt sich gut“, sagte er.

Holan übte auch indirekte Kritik an der vorherigen Führung von Jorge Bava, als er enthüllte, dass er den Kader körperlich „gespalten“ vorgefunden habe. „Es gibt eine große Disparität in den körperlichen Formen und viele Verletzte, was die Optionen einschränkt. Pokal und Meisterschaft zu spielen ist in Südamerika nicht einfach, erst recht nicht in der Realität, die wir vorgefunden haben“, erklärte er.

Trotz der Turbulenzen liegt der Fokus auf der Libertadores. Mit einem garantierten Platz in der zweiten Runde der Copa Sudamericana will Holan mehr: „Das große Ziel ist die Qualifikation für das Achtelfinale der Libertadores. In den beiden verbleibenden Spielen hoffen wir, den Kader so gut wie möglich aufgestellt zu haben.“