Die Freiwilligen Feuerwehren Paraguays (CBVP, bekannt als die Gelben) und Asuncións (CBVA, die Blauen) schlossen sich zu einem öffentlichen Protest gegen die Stadtverwaltung der Hauptstadt zusammen, die ihrer Aussage nach Schulden von mehr als 10 Milliarden Guaraníes angehäuft hat. Der Betrag entspricht der Überweisung von 3,5 % der Bausteuer, die durch die Stadtverordnung Nr. 186/12 festgelegt ist und eine Zuweisung von 60 % an die CBVP und 40 % an die CBVA vorsieht.
„Wir fühlen uns ignoriert“, erklärte Lorena Canan, Präsidentin der CBVP. Sie gab an, dass die letzte Überweisung an die CBVP im Jahr 2020 erfolgte, während die CBVA seit 2022 keine mehr erhalten hat. „Es ist ermüdend, auf etwas bestehen zu müssen, das festgelegt ist und das die Gemeinschaft bereits an die Stadtverwaltung gezahlt hat, aber nicht bei den Feuerwehren angekommen ist“, fügte sie hinzu.
Nach Angaben der Direktion für private Bauvorhaben nahm die Stadtverwaltung im Jahr 2022 43,8 Milliarden Guaraníes ein, 2023 waren es 75 Milliarden, 2024 84 Milliarden und allein im ersten Halbjahr 2025 87 Milliarden Guaraníes. Die Institutionen schätzen, dass die angehäuften Schulden 10 Milliarden Guaraníes übersteigen.
Die Freiwilligen warnen, dass diese Mittel unerlässlich sind, um Treibstoff, Fahrzeugwartung, Schutzausrüstung und Ausbildung zu finanzieren, was sich direkt auf die Fähigkeit auswirkt, auf Brände, Rettungseinsätze und andere Notfälle in der Hauptstadt zu reagieren.
Nach dem Echo des Protests empfing Bürgermeister Luis Bello die Vertreter der Feuerwehren am Dienstag in seinem Büro. Laut Stadtverwaltung bekräftigte Bello sein Engagement, die anhängigen Verfahren zu entsperren, und wies sein Team an, die notwendigen Unterlagen zu prüfen, um mit der Regulierung der Zahlungen zu beginnen. Es wurde ein Arbeitstisch eingerichtet, ein weiteres Treffen ist für die kommende Woche vorgesehen.
Lorena Canan hob die „Offenheit“ des Bürgermeisters hervor, und Marcos Torres von der CBVA lobte Bellos Bereitschaft, „schnelle Lösungen“ zu suchen. Beide Feuerwehren bekräftigten, dass die Forderung weder politischen noch parteipolitischen Charakter habe, sondern darauf abziele, die Einhaltung der Verordnung und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.