Ein Streit unter Kindern war offenbar der Auslöser für eine brutale Schlägerei unter Nachbarn im Viertel La Amistad in Cambyretá am Dienstagnachmittag, dem 19. Mai. Die Auseinandersetzung, bei der Macheten und körperliche Gewalt zum Einsatz kamen, forderte zwei Verletzte und rief Rettungskräfte auf den Plan.
Die Opfer wurden als der 30-jährige Fernando Emanuel Segovia Cáceres und die 26-jährige Verónica López Sánchez identifiziert, beide Anwohner. Segovia erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma mit einer etwa zehn Zentimeter langen Schnittwunde am Hinterkopf, die mutmaßlich durch einen Machetenhieb verursacht wurde. López wies ein Schädel-Hirn-Trauma und mehrere Schürfwunden im Gesicht auf.
Ersten Ermittlungen zufolge begann die Schlägerei nach einem Streit unter Minderjährigen, in den schließlich die Erwachsenen hineingezogen wurden. Zeugen berichteten, dass der Austausch von Beleidigungen und Drohungen in körperliche Angriffe überging. Irgendwann soll José Andrés López Seutin, einer der mutmaßlichen Verantwortlichen, eine Machete verlangt und Segovia angegriffen haben, als dieser zu schlichten versuchte.
Neben López Seutin – der wegen schweren Raubes und häuslicher Gewalt vorbestraft ist – wurden auch Luis Alberto Pereira de Sousa und Digna Martínez Benega als mutmaßlich Beteiligte genannt. Die Polizei wurde über einen Notruf alarmiert und fand die Opfer bei ihrem Eintreffen mit sichtbaren Verletzungen vor. Freiwillige Feuerwehrleute leisteten Erste Hilfe und brachten die Verletzten ins Hospital Regional del Sur in Asunción.
Der Fall wurde dem diensthabenden Staatsanwalt Néstor Alonso gemeldet, die Ermittlungen zur Klärung aller Einzelheiten und zur Feststellung der rechtlichen Verantwortlichkeiten dauern an.