Seit mehr als 27 Jahren steht Evelia Silva (72) an ihrem Stand auf der Plaza de Armas in Encarnación und verkauft Tereré. Die Mutter von acht Kindern hat ein bewegtes Leben hinter sich. Wie ABC Color berichtet, zog sie ihre Kinder nach der Trennung von ihrem zweiten Ehemann allein auf. „Ich hielt die Gewalt nicht mehr aus, also musste ich ihn verlassen und allein weitermachen“, sagte sie der Zeitung.
Bereits ihre erste Ehe war von Gewalt geprägt. Vier Kinder stammen aus dieser Verbindung, vier aus der zweiten. Seit über 20 Jahren lebt Silva allein. Heute sind alle Kinder erwachsen und haben eigene Familien: Unter ihnen sind Anwälte, Friseure und ehrliche Arbeiter, wie sie stolz erzählt.
Die gebürtige Ita-Paso-Bewohnerin reflektierte über die Herausforderungen der Mutterschaft. „Es ist nicht einfach, Kinder großzuziehen“, sagte sie. Sie betonte die Bedeutung von Kommunikation und guter Ernährung. „Heute kümmern sich viele nicht mehr darum, ihren Kindern richtig zu essen zu geben, deshalb werden sie oft krank.“ Auch die zunehmende Nutzung von Handys als Beschäftigung für Kinder kritisierte sie: „Es ist einfacher für die Eltern, aber es schadet den Kindern.“
Silva selbst stand täglich um 4 Uhr morgens auf, um ihre Kinder zu versorgen. Heute füttert sie stattdessen ihre drei Hunde. „Ich danke Gott für die Kraft, die er mir gegeben hat, um meine Familie durchzubringen“, schloss die 72-Jährige.