Der Mercosur hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten als wichtigstes Ziel für paraguayische Exporte gefestigt, wobei sich das Importvolumen zwischen 2006 und 2025 fast verdreifachte. Dies geht aus einer Studie von Hugo Jiménez De Recalde hervor, die auf Daten der Zentralbank von Paraguay (BCP) basiert und von der Unión de Gremios de la Producción (UGP) veröffentlicht wurde.
Der Regionalblock stieg von 2,448 Milliarden US-Dollar im Jahr 2006 auf 6,918 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Der Sprung spiegelt nicht nur die Konsolidierung des regionalen Marktes wider, sondern auch einen Wandel im Exportangebot des Landes, wobei landwirtschaftliche Verarbeitungsgüter (MOA) und industrielle Verarbeitungsgüter (MOI) gegenüber Primärprodukten an Bedeutung gewinnen.
Tierisches Eiweiß und Sojaschrot machen 40,4 % der Gesamtexporte aus und fungieren als Speerspitze der Agrarindustrie. „Das alte Exportmodell, das historisch auf Agrarrohstoffe konzentriert war, hat sich zu industrialisierten Formen mit höherer Wertschöpfung entwickelt“, so die Analyse, die auf die Auswirkungen auf Arbeitsplätze, Dienstleistungen und Logistik verweist.
Neben dem Mercosur verzeichneten auch andere Ziele ein deutliches Wachstum. Das übrige Asien stieg von 80 Millionen US-Dollar im Jahr 2006 auf 963 Millionen US-Dollar im Jahr 2025. Der nordamerikanische Block USMCA legte im selben Zeitraum von 72 Millionen auf 716 Millionen US-Dollar zu. China hingegen pendelte sich nach einem außergewöhnlichen Höchststand von 1,954 Milliarden US-Dollar im Jahr 2009 – fast ein Drittel der gesamten Exporte in jenem Jahr – auf deutlich niedrigere Werte ein und schloss 2025 mit nur 52 Millionen US-Dollar ab.
Die Europäische Union, die zwischen 2011 und 2015 jährlich über 1,5 Milliarden US-Dollar erreicht hatte, beendete 2025 mit 392 Millionen US-Dollar, einem erheblich niedrigeren Wert als in ihren aktivsten Jahren.