Neuer Roman „Rey Mau“ von Cave Ogdon: Ein surrealer Tauchgang in die paraguayische Gegenwart

Die kurz erscheinende Novelle „Rey Mau“ des paraguayischen Autors Cave Ogdon, verlegt bei Editorial Kivevé, entführt die Leser in eine postmoderne, absurde Welt. Zwei Auszüge, die von El Nacional veröffentlicht wurden, zeigen eine dichte, traumartige Erzählung, in der der Protagonist Rey durch kosmische und alltägliche Sphären reist, um die rätselhafte „Chinita“ zu verfolgen. Die Geschichte verbindet surreale Bilder mit gesellschaftskritischen Untertönen und mythologischen Anspielungen.

Der paraguayische Verlag Editorial Kivevé kündigt die baldige Veröffentlichung des Romans „Rey Mau“ von Cave Ogdon an. Wie die Zeitung El Nacional berichtet, handelt es sich um ein Werk der postmodernen Literatur, das mit einer deliranten Optik und absurden Elementen die paraguayische Gesellschaft porträtiert. Die nun veröffentlichten zwei Auszüge gewähren einen Einblick in die komplexe Handlung.

Im Zentrum steht der Protagonist Rey, der durch eine surreale Abfolge von Szenen reist. Die Erzählung beginnt mit einer „Abuelita“ (Großmutter), die in einer kosmischen Landschaft von Wölfen und Feuer umgeben ist. Rey wird wie ein Astronaut durch das All geschleudert, begegnet marsianischen Schlümpfen und einer alten Frau, die auf einem fliegenden Bett surft. Die Handlung wechselt rasant zwischen Traum und Realität, wobei Rey immer wieder die geheimnisvolle „Chinita“ sieht – eine Figur, die in einer zeremoniellen Tunika kniet, später in einem Penthouse auftaucht und schließlich aus großer Höhe stürzt.

Ogdon verwendet eine dichte, assoziative Sprache, die an einen Fiebertraum erinnert. Elemente wie „Conde'ú“, „Beto Magofin“ und „Bebita“ deuten auf ein Netzwerk von Figuren hin, die Reys Wahrnehmung durchdringen. Die Auszüge enden mit einer Vision von riesigen, leuchtenden Humanoiden, die mit fliegenden Steinplattformen die Landschaft verändern – eine Szene, die Rey in Blut und Schweiß versetzt.

Der Roman verspricht eine Mischung aus Mythologie, Gesellschaftskritik und absurdem Humor. Die Veröffentlichung wird von der Literaturszene mit Spannung erwartet, da Ogdon für seine experimentellen Erzählformen bekannt ist. El Nacional hebt hervor, dass die Novelle „Rey Mau“ die Leser herausfordert, die Grenzen zwischen Realität und Fantasie zu verwischen.