Der paraguayische Senator Erico Galeano (Colorado-Partei) hat am Dienstag seinen Rücktritt vom Senat eingereicht. Dies geschah nur Stunden vor einer außerordentlichen Sitzung, die über seinen Mandatsverlust entscheiden sollte. Hintergrund ist die Bestätigung seiner Verurteilung zu 13 Jahren Haft wegen Geldwäsche und krimineller Vereinigung durch ein Berufungsgericht im Rahmen der Operation A Ultranza.
Laut Bericht von El Nacional hatte Galeano seinen Rückzug bereits angedeutet, doch der Senat hatte die Sitzung zur Prüfung seines Ausschlusses dennoch auf die Tagesordnung gesetzt. Der parlamentarische Beamte Antonio Sánchez erklärte, das Rücktrittsschreiben müsse von der Geschäftsstelle des Senats oder der Präsidentschaft des Oberhauses entgegengenommen werden, um dann offiziell während der Behandlung der eingegangenen Angelegenheiten verlesen zu werden.
Galeanos Anwalt Ricardo Estigarribia sagte auf einer Pressekonferenz, der Rücktritt erfolge im Interesse der Familie Galeano. Das Dokument sei bereits in der Geschäftsstelle eingegangen und werde in die außerordentliche Sitzung des Tages aufgenommen, um die Annahme zu ermöglichen und das Verfahren abzuschließen.
Der Rücktritt erfolgt inmitten scharfer Kritik aus verschiedenen politischen Kreisen, die die Fortsetzung von Galeanos Mandat nach der Bestätigung des Urteils in zweiter Instanz für unhaltbar hielten.