Im Rahmen der 17. Jornada de Geohistoria Regional in Minas, Uruguay, präsentierten die paraguayischen Autoren Jorge Benítez Cabral und Stella Bogarín Frutos ihr Buch „Suenan los Secretos de Santiago“. Die Veranstaltung, über die ABC Color berichtet, rückte die historische Bedeutung der ehemaligen Jesuitenreduktion Santiago in den Mittelpunkt.
Der uruguayische Historiker Oscar Padrón Favre aus Durazno hob den investigativen Wert des Werks hervor und betonte, dass es in einer Zeit, in der die Jesuitenmissionen ihr 400-jähriges Gründungsjubiläum feiern, besonders wichtig sei, das kulturelle Erbe der Reduktionen zu bewahren. Er lobte zudem die Verbreitung von historischen Bildern und Gegenständen aus den guaraní-jesuitischen Reduktionen.
Fernando Ochoteco, Koordinator der Jornada de Geohistoria Regional aus Florida, bezeichnete das Buch als wertvolle historische Rettung der alten Reduktion Santiago. Es sei Teil einer wachsenden Bewegung zur Wiederherstellung des Erbes aller 30 Jesuitenreduktionen.
Der Historiker Luis Pacheco aus Minas würdigte die paraguayische Beteiligung als „exzellent“. Er erinnerte daran, dass in alten genealogischen Aufzeichnungen Uruguays viele Paraguayer verzeichnet seien – und verwies auf eigene familiäre Verbindungen nach Paraguay.
Bruno Vuan, Historiker aus Mercedes, betonte, dass die Präsenz des Buches auf der Geohistoria-Tagung „nicht zufällig, sondern substanziell“ sei. Er offenbarte zudem familiäre Bindungen zur Familie Ímas aus Santiago, Misiones, was dem Werk für ihn eine besondere Bedeutung verleihe.
Jorge Benítez kündigte an, dass der Forschungsprozess zu „Suenan los Secretos de Santiago“ am 16. Mai um 17:00 Uhr im Rahmen der Veranstaltung „Los Museos se muestran“ im Centro Cultural del Puerto de Asunción vorgestellt werde. Die offizielle Buchpräsentation sei für den 31. Mai um 15:00 Uhr auf der Feria Internacional del Libro (FIL) in Asunción geplant, unterstützt vom Verlag Editorial El Lector. Zuvor war das Buch bereits im Museo de Itaipú Tierra Guaraní in Hernandarias und im Ateneo de Lengua y Cultura Guaraní in Fernando de la Mora vorgestellt worden. Die Erstveröffentlichung fand am 30. Dezember 2025 in Santiago statt.