Die Präsidentin der paraguayischen Gesellschaft für Pädiatrie, Dr. Julia Acuña, hat eindringlich davor gewarnt, Kleinkindern Honig oder Kräutertees zu verabreichen. In einem Interview mit dem Sender 1080 AM, über das die Zeitung El Nacional berichtete, erklärte die Expertin, dass Honig insbesondere im ersten Lebensjahr nicht gegeben werden sollte. Grund seien der hohe Zuckergehalt und die Gefahr des Säuglingsbotulismus, einer seltenen, aber schwerwiegenden Erkrankung, die durch Sporen in rohem Honig ausgelöst werden kann.
Acuña kritisierte zudem traditionelle Praktiken, bei denen Säuglingen Kräutertees wie Anis- oder Kamillentee verabreicht werden. Besonders Sternanis könne zu Vergiftungserscheinungen und sogar Krampfanfällen führen. Sie betonte, dass in den ersten Lebensmonaten ausschließliches Stillen die empfohlene Ernährung sei und dass andere Getränke oder Zubereitungen nur nach ärztlicher Anweisung eingeführt werden sollten.
Die Kinderärztin wies auch auf den allgemeinen Trend hin, natürliche Lebensmittel durch stark verarbeitete Produkte zu ersetzen. Dies trage zur Zunahme von Krankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes und Bluthochdruck bei. Sie rief dazu auf, von klein auf wieder zu gesünderen, hausgemachten Ernährungsgewohnheiten zurückzukehren.