Präsident Santiago Peña hat am Donnerstag die Feierlichkeiten zum 215. Jahrestag der Unabhängigkeit Paraguays angeführt. Im Mittelpunkt stand die traditionelle Militär- und Polizeiparade, die die Regierung zunächst abgesagt hatte, dann aber nach öffentlicher Kritik doch noch durchführte. Die Parade fand an der Costanera José Asunción Flores in Asunción statt und bildete den Abschluss des Gedenktages.
Wie die Zeitung ABC Color berichtet, hatte Oberst Nelson Ortiz am 6. Mai noch bestätigt, dass die Feierlichkeiten in diesem Jahr ohne die traditionelle Militärparade auskommen würden. Diese Ankündigung löste eine heftige Kontroverse aus, woraufhin die Regierung von Präsident Peña ihre Entscheidung rückgängig machte.
An der Seite des Staatschefs nahmen Vizepräsident Pedro Alliana, der Kongresspräsident Basilio „Bachi“ Núñez, der Abgeordnetenhauspräsident Raúl Latorre sowie weitere Vertreter der Exekutive teil. Rund 3.000 Soldaten des Heeres, der Marine, der Luftwaffe und des Logistikkommandos marschierten auf.
Die Präsidentschaft erklärte in einer Mitteilung, der patriotische Tag habe nationale Autoritäten, Streitkräfte und die Bürgerschaft vereint – geprägt von Erinnerung, historischer Anerkennung und der Bekräftigung der Werte, die zur Gründung der Republik Paraguay führten.