Industriepark in Hohenau lockt Investitionen von 40 Millionen US-Dollar an und könnte 600 Arbeitsplätze schaffen

Die Stadt Hohenau im Departamento Itapúa treibt einen Industriepark voran, der die Ansiedlung einer Langostino-Verarbeitungsanlage mit einer Investition von 40 Millionen US-Dollar des internationalen Konsortiums South Atlantic Paraguay vorsieht. Das Projekt in Form einer öffentlich-privaten Partnerschaft soll bis zu 600 direkte Arbeitsplätze schaffen und die Region als grenzüberschreitenden Industriestandort stärken.

Der Bürgermeister von Hohenau, Enrique Hahn, gab Fortschritte beim Industriepark der Stadt bekannt, der 64 Grundstücke umfasst und sich bereits in einer fortgeschrittenen Umsetzungsphase befindet. Das bekannteste Projekt ist eine Langostino-Verarbeitungsanlage, die vom internationalen Konsortium South Atlantic Paraguay mit spanischem und anderem Kapital betrieben wird. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 40 Millionen US-Dollar in einem Modell der Lebensmittelmaquila für den Export.

Laut Hahn wird die Anlage eine Kapazität von etwa 20.000 Kilogramm Langostinos pro Tag haben, die von Schiffen, die in Puerto Madryn, Argentinien, operieren, tiefgefroren ankommen. Das Endprodukt wird in Märkte in Europa und Nordamerika exportiert. Das Unternehmen beginnt mit rund 200 Arbeitnehmern, könnte aber bei Dreischichtbetrieb bis zu 600 direkte Arbeitsplätze erreichen. Der Betrieb läuft rund um die Uhr, da es sich um ein Industriekühlhaus handelt, das eine 24-stündige Kühlverarbeitung erfordert.

Der Industriepark sieht auch andere Projekte vor, darunter eine Kissenfabrik und eine Bohnenlageranlage für den Export in Zusammenarbeit mit lokalen Produzenten. Hahn erwähnte zudem Investitionsvorschläge aus Brasilien und Argentinien, die Hohenau als neuen Industriestandort in der Grenzregion festigen. In der Infrastruktur sind Straßenverbesserungen bis zum lokalen Hafen und die Installation eines 26-Megawatt-Umspannwerks zur Versorgung des Parks hervorzuheben.

Der Bürgermeister betonte, dass Hohenau eine der niedrigsten Armutsraten im Departamento Itapúa aufweist, etwa 9,7 % laut Volkszählung, und hob die produktive und einwanderungsgeprägte Tradition der Stadt hervor. Das Projekt wird von der Nationalregierung und dem Ministerium für Industrie und Handel unterstützt.