Berlin war vom 5. bis 8. März 2026 Schauplatz der Gran Chaco Americano 360°-Woche, einer Veranstaltung, die den zweitgrößten Wald Südamerikas in den Mittelpunkt von Debatten über Lösungen für globale Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialkrisen stellte. Die Initiative, gefördert von der Fundación Gran Chaco und ProNorte im Rahmen des Projekts Impacto Verde – finanziert von der Europäischen Union und unterstützt von der Plattform Redes Chaco –, brachte Vertreter des Territoriums, der Wissenschaft und des produzierenden Sektors zusammen.
Das Programm begann in der Argentinischen Botschaft in Berlin, wo die Delegation von Botschafterin Betina Pasquali de Fonseca empfangen wurde. Vor Ort wurden Produkte und kulturelle Ausdrucksformen des Chaco präsentiert, wie Waldhonig und Kunstgegenstände der indigenen Kunst der Matriarca, die das Wissen und die Identität der Gemeinschaften widerspiegeln, die unter Umweltauflagen produzieren.
Die offizielle Eröffnung fand im Ibero-Amerikanischen Institut statt, mit dem Podium „Voces del Territorio“. Teilnehmer waren Fabiana Menna, Präsidentin der Fundación Gran Chaco; Norma Rodríguez, indigene Führungspersönlichkeit und Präsidentin der Kooperative der Kunsthandwerkerinnen des Gran Chaco (COMAR); sowie Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ). Während des Treffens wurde der agroforstliche Leitfaden „Agromonte: Una estrategia para cuidar la vida“ vorgestellt, der aus der Zusammenarbeit zwischen der Fundación Gran Chaco und dem UFZ hervorgegangen ist und Werkzeuge für die nachhaltige Bewirtschaftung des Monte sowie produktive Systeme vorschlägt, die mit dem Naturschutz vereinbar sind.
Eine Geschäftsrunde im Berlin Global Village präsentierte Wertschöpfungsketten im Zusammenhang mit der Bioökonomie, wie regenerative Textilien, Waldhonig und Johannisbrotmehl, mit dem Ziel, Produzenten mit europäischen Unternehmen zu verbinden, die an nachhaltigen und rückverfolgbaren Produkten interessiert sind.
Die Woche gipfelte in einem immersiven Erlebnis Gran Chaco 360° im B-Dome Berlin, das mit dem Internationalen Tag der Arbeiterin zusammenfiel. Durch großflächige audiovisuelle Projektionen durchlief das Publikum die Biodiversität und Kultur des Territoriums. Die Aktivität umfasste die Teilnahme von Norma Rodríguez und eine Ausstellung von Textilien der Matriarca Arte Nativo. In fünf Stunden offener Ausstellung lernten mehr als tausend Menschen, darunter Touristen und Einwohner, den Gran Chaco kennen. „Wir zeigen, wie wir sind und wie wir in unserem Territorium leben“, sagte Rodríguez.