In Deutschland geretteter Buckelwal in Dänemark tot aufgefunden

Der Buckelwal namens 'Timmy', der wochenlang in Deutschland gestrandet war und Anfang Mai in der Nordsee freigelassen wurde, wurde tot nahe der dänischen Insel Anholt aufgefunden. Die Identität wurde durch einen am Tier geborgenen Sender bestätigt.

Baleia jubarte resgatada na Alemanha é encontrada morta na Dinamarca
Baleia jubarte resgatada na Alemanha é encontrada morta na Dinamarca

Der Buckelwal, der eine komplexe Rettungsaktion in Deutschland auslöste, wurde in Dänemark tot aufgefunden, teilte die dänische Umweltbehörde am Samstag (16.) mit. Das Tier, von der deutschen Presse 'Timmy' genannt, wurde erstmals am 23. März auf einer Sandbank vor der Ostseeküste gesichtet.

Nach mehreren gescheiterten Versuchen, ihn wieder flottzumachen, wurde der Wal am 2. Mai mit einem Lastkahn von der Wismarbucht in die Nordsee transportiert und freigelassen. Der Kadaver wurde am Donnerstag (14.) nahe der Insel Anholt im Kattegat zwischen Schweden und Dänemark gesichtet.

'Es wurde bestätigt, dass der bei Anholt gefundene Buckelwal derselbe ist, der zuvor in Deutschland gestrandet war und Gegenstand von Rettungsversuchen war', erklärte Jane Hansen, Abteilungsleiterin der Behörde, in einer Mitteilung. Ein Mitarbeiter der dänischen Naturschutzbehörde ortete und barg einen am Rücken des Tieres angebrachten Sender, dessen Position und Aussehen die Identität bestätigten.

Hansen fügte hinzu, dass es vorerst 'keinen konkreten Plan zur Bergung des Wals aus der Region oder zur Durchführung einer Autopsie' gebe, da das Tier 'in der Region nicht als Problem angesehen wird'. Die Behörde forderte die Öffentlichkeit auf, einen sicheren Abstand zu wahren, und warnte vor dem Risiko übertragbarer Krankheiten und einer Explosion.

Das Schicksal von 'Timmy', auch 'Hope' genannt, hatte in Deutschland Kontroversen ausgelöst. Das Tier schien geschwächt, und einige Experten hielten ein weiteres Beharren auf der Rettung nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen für sinnlos.