YAGUARÓN – Ein Team von Technikern, das an der Restaurierung und Aufwertung des Tempels von San Buenaventura de Yaguarón im Departamento Paraguarí arbeitet, hat die Anwesenheit einer seltenen Fledermausart im historischen Monument festgestellt. Der Fund erfolgte im Rahmen der Maßnahmen des Programms Tekorenda der Nationalregierung Paraguays.
Die Forscherin Karen Chávez vom Kern für Biodiversitätsforschung (NIB) der Fakultät für Exakte und Naturwissenschaften (Facen) der Nationalen Universität von Asunción (UNA) erklärte, dass die Art Nyctinomops mbopicuare ‚Höhlenbewohner‘ bedeutet, obwohl die gefundenen Exemplare im Tempel leben. ‚Diese Art ist Nyctinomops mbopicuare, was bedeutet, dass sie in Höhlen leben, aber wir haben entdeckt, dass sie hier, im Tempel von Yaguarón, leben‘, betonte Chávez.
Der Biologiestudent der UNA-Facen, Elías Marín, fügte hinzu, dass diese Fledermäuse sich von Mücken, Motten und Käfern ernähren und so zum Gleichgewicht des lokalen Ökosystems beitragen.
In Zusammenarbeit mit dem Nationalen Kultursekretariat (SNC) förderte das Programm Tekorenda am 4. und 5. Mai Gesprächsrunden in Yaguarón und in Isla Umbú im Departamento Ñeembucú über das Naturerbe und seine Koexistenz mit den historischen Tempeln. Während der Veranstaltungen diskutierten Fachleute des Fledermausschutzprogramms von Paraguay und der Facen/UNA Techniken zur Minderung und zum Zusammenleben mit diesen Arten, die als wesentlich für die natürliche Schädlingsbekämpfung gelten.
Der Kommunikationsdirektor von Tekorenda, Pedro Ferreira, informierte, dass die Studien zur Identifizierung der Arten, die die Tempel von Yaguarón und Isla Umbú bewohnen, voranschreiten. Das Team arbeitet an einem Protokoll zur Ausschließung und Umsiedlung der Fledermäuse, ohne die Biodiversität zu beeinträchtigen. Der Vorschlag sieht die Installation kleiner Kästen namens ‚Mbopirógas‘ in den Außenbereichen des Tempels vor, um die Umsiedlung der Kolonien ohne Umweltauswirkungen zu ermöglichen.
Ferreira betonte, dass diese Maßnahmen internationalen Richtlinien folgen, die darauf abzielen, die Kandidatur des Tempels von Yaguarón als UNESCO-Weltkulturerbe zu stärken, indem sowohl das materielle als auch das natürliche Erbe geschützt werden.
Die lehrende Forscherin Gloria González de Weston vom Fachbereich Biologie der Facen/UNA lobte die Reichweite des Programms Tekorenda, ‚weil wir nicht nur das kulturelle Erbe, sondern auch das natürliche schützen‘.