Team Angiru erreicht sechsten Platz bei Malacara Race Amazonas 500K und blickt auf WM 2027

Das paraguayische Abenteuerrennteam Team Angiru erreichte bei der Malacara Race Amazonas 500K in Brasilien nach 112 Stunden ununterbrochenem Rennen einen historischen sechsten Platz unter 27 Teams. Das Ergebnis ebnet dem Team den Weg zur Weltmeisterschaft im Abenteuerrennen (ARWC) 2027 in Kroatien.

Team Angiru conquista sexto lugar na Malacara Race Amazonas 500K e mira Mundial de 2027
Team Angiru conquista sexto lugar na Malacara Race Amazonas 500K e mira Mundial de 2027

Das Team Angiru, ein paraguayisches Abenteuerrennteam, erreichte einen beachtlichen sechsten Platz bei der Malacara Race Amazonas 500K, einem der extremsten Wettbewerbe Südamerikas. Das Rennen fand im Amazonas-Regenwald statt, mit Epizentrum in Manaus, Brasilien, und versammelte 27 Teams aus Ländern wie Argentinien, Uruguay, Spanien, Estland, Frankreich, Mexiko und Brasilien.

Um die 511 Kilometer lange Strecke zu bewältigen, trotzten die Athleten extremer Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit, Amazonas-Flüssen, überfluteten Wäldern, Schlamm und dichter Vegetation. Die Gesamtzeit betrug 112 Stunden und 8 Minuten ununterbrochenen Rennens, mit über 9.300 Metern positiver Höhenmeter und mehreren Nächten ohne Schlaf.

„Wir haben 511 Kilometer in 112 Stunden zurückgelegt. Dschungel, Flüsse und Schlamm. Der Amazonas stellte die Herausforderung, Angiru antwortete mit Mut, Strategie und Herz“, betonten die Teammitglieder beim Überqueren der Ziellinie.

Der Kapitän des Teams, Saúl Jara, gab bekannt, dass das große Ziel die Weltmeisterschaft im Abenteuerrennen (ARWC) sei, die vom 16. bis 26. September 2027 in Kroatien ausgetragen wird. „Das ist das härteste Ziel für nächstes Jahr; außerdem werden wir vorher andere Wettbewerbe bestreiten, um zu trainieren“, kündigte Jara an.

Abenteuerrennen sind multidisziplinäre Ausdauerwettbewerbe, bei denen die Teams – meist gemischt – autonom durch Etappen mit Trekking, Mountainbike, Kajak und Seiltechniken vorankommen. Die Nutzung von GPS oder Geolokalisierungstechnologie ist nicht erlaubt; die Athleten sind nur auf Kompass und topografische Karten angewiesen, die Stunden vor dem Start ausgehändigt werden. Die Ruhezeiten werden vom Team selbst bestimmt, was die Schlafstrategie ebenso entscheidend macht wie die körperliche Vorbereitung.

Die Sportart wird in Paraguay seit 2001 betrieben, angetrieben vom Club de Corredores de Aventura del Paraguay (CCAP), der einen jährlichen Rennkalender in verschiedenen Regionen des Landes unterhält und so zum Inlandstourismus und zur lokalen Sichtbarkeit beiträgt.