Paraguayische Musiker schreiben im Vatikan mit Stabat-Mater-Konzert Geschichte

Die paraguayischen Musiker Stefano Pavetti und Derlis González Morel nahmen an einem historischen Konzert am Päpstlichen Institut für Kirchenmusik im Vatikan teil und interpretierten Pergolesis Stabat Mater. Das Ereignis markiert die wachsende kulturelle Präsenz Paraguays in der Institution und bekräftigt Pavettis Ziel, einen Studiengang für Chorleitung in Paraguay zu schaffen.

In einem Meilenstein für die paraguayische Musik vertraten die Musiker Stefano Pavetti Serratti und Derlis González Morel Paraguay bei einem historischen Konzert am Päpstlichen Institut für Kirchenmusik im Vatikan, das am 6. Mai in der Kirche Sant'Apollinare in Rom stattfand. Die Aufführung, die die Interpretation des Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi in seiner Wiener Fassung für Solisten, Chor, Orchester und Basso continuo umfasste, wurde von den Protagonisten als „historisch“ beschrieben.

Pavetti, der ein Aufbaustudium in Chorleitung am Institut absolviert, und González, ein Tenor aus Caacupé und Gesangsstudent, sind derzeit die einzigen Paraguayer, die an der Institution ein musikalisches Hochschulstudium absolvieren. González ist zudem Mitglied des Chors der Päpstlichen Sixtinischen Kapelle. Das Konzert umfasste auch die Teilnahme der Sopranistin Maria Grazia Schiavo, der Mezzosopranistin Marta Pacifici und des Baritons Kevin Malcolm Cribb sowie des Orchesters Nova Resonantia und des Polyphonen Chors des Instituts unter der Gesamtleitung von Walter Marzilli.

An der Veranstaltung nahmen die paraguayische Botschafterin Romina Taboada, Minister Mirko Soto und die Präsidentin des Vereins Paraguay Italien, María Teresa Benítez Florentín, teil. „Dieses Konzert war wirklich historisch. Es ist ein sehr wichtiger Raum, den wir Paraguayer gerade gewinnen“, erklärte Pavetti. Der Musiker, der sehbehindert ist und vom Mailänder Konservatorium als Referenz für Musik und Behinderung in Südamerika gilt, betonte sein Ziel, zur Chorausbildung in Paraguay beizutragen und Künstler mit Behinderungen zu unterstützen. „Die Idee ist, den Studiengang Chorleitung in Paraguay zu eröffnen, damit unsere Musiker nicht mehr auswandern müssen und sich auf höchstem Niveau im Land ausbilden können“, erklärte er.