Der Generaldirektor des Interamerikanischen Instituts für Zusammenarbeit in der Landwirtschaft (IICA), Muhammad Ibrahim, und der Generalsekretär des Panamerikanischen Milchverbands (FEPALE), Ariel Londinsky, führten ein hochrangiges technisches Treffen am IICA-Hauptsitz in San José durch, um die Zusammenarbeit zwischen den beiden Organisationen zu vertiefen und strategische Initiativen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit des regionalen Milchsektors zu konsolidieren.
Während des Treffens wurden die technischen Fortschritte des Projekts im Rahmen der Regionalen Agenda für nachhaltige Entwicklung des Milchsektors in Lateinamerika und der Karibik erörtert, einer gemeinsamen Initiative von FEPALE, IICA, CAF-Entwicklungsbank Lateinamerikas und der Karibik sowie dem Dairy Sustainability Framework (DSF). Das Projekt zielt darauf ab, regionale Mechanismen für technische Zusammenarbeit, Produktionsnachhaltigkeit, Klimaresilienz und Stärkung institutioneller Kapazitäten zu fördern sowie Maßnahmen zu koordinieren und Fortschritte gemäß der DSF-Methodik zu berichten.
Ibrahim und Londinsky analysierten auch Möglichkeiten der technischen Unterstützung durch das IICA bei der Umsetzung des Assoziierungsabkommens Mercosur-Europäische Union, insbesondere in Bezug auf Export- und Importquoten für Milchprodukte, Gesundheits- und Pflanzenschutzstandards, Ursprungsbezeichnungen und den Zugang zu internationalen Märkten.
Ein weiterer zentraler Punkt war die Konsolidierung der Zusammenarbeit zur Stärkung der Verfügbarkeit von Milchsektorstatistiken durch technische Koordination zwischen dem Observatorium des Milchsektors der FEPALE und dem Observatorium für öffentliche Politik für Agrar- und Ernährungssysteme (OPSAa) des IICA, mit dem Ziel, strategische Informationen für Entscheidungsfindung, öffentliche Politikgestaltung und Überwachung von Branchenindikatoren bereitzustellen.
Die Institutionen kamen auch bei der Koordinierung gemeinsamer Initiativen mit dem Landwirtschaftsrat des Südens (CAS) und den nationalen Vertretungen des IICA voran, um eine integrierte regionale Agenda zu fördern, die zur territorialen Entwicklung, technologischen Innovation und Nachhaltigkeit der Milchlieferketten beiträgt.
Als nächste Schritte wurde die Durchführung eines hochrangigen technischen Diskussionsforums IICA-FEPALE-CAF im letzten Quartal des Jahres vereinbart, das sich auf strategische Herausforderungen und Chancen für eine nachhaltige Transformation des Sektors konzentriert. Auch die Zusammenarbeit im Rahmen des 7. Panamerikanischen Treffens junger Milchbauern, das für 2027 in Chile geplant ist, wird vorangetrieben – eine Initiative der FEPALE zur Stärkung des Generationenaustauschs, der Jugendlführung und der Innovation in den Produktionssystemen.
Schließlich wurde die mögliche Beteiligung der Institutionen und Akteure der Regionalen Agenda an der nächsten Konferenz der Vertragsparteien (COP) in der Türkei bewertet, als strategischer Raum, um das Engagement des lateinamerikanischen Milchsektors für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Ernährungssicherheit zu positionieren.