Staatsanwaltschaft klagt Anführer an, der Senioren mit Versprechen einer universellen Rente getäuscht haben soll

Die Staatsanwaltschaft Paraguays hat Elías Cabral, der sich selbst als Koordinator der Erwachsenen Älteren bezeichnet, wegen Aussetzung und Anstiftung zu Straftaten angeklagt. Senioren campierten mehr als einen Monat vor dem Ministerium für soziale Entwicklung, nachdem sie falsche Informationen über das universelle Rentenprogramm erhalten hatten.

Promotor denuncia líder que enganou e abandonou idosos em acampamento por pensão
Promotor denuncia líder que enganou e abandonou idosos em acampamento por pensão

Die paraguayische Justiz hat Anklage gegen Elías Cabral erhoben, der sich als Koordinator der Erwachsenen Älteren ausgab, wegen Aussetzung und Anstiftung zu rechtswidrigen Handlungen. Die Anzeige wurde von Staatsanwalt Carlos Acuña von der Strafrechtseinheit 2 von Fernando de la Mora eingereicht.

Nach den Ermittlungen soll Cabral Senioren aus verschiedenen Regionen des Landes falsche und unvollständige Informationen über das universelle Rentenprogramm weitergegeben haben. Er behauptete, dass alle über 65-Jährigen automatisch Anspruch auf die Leistung hätten, und verschwieg dabei den Mechanismus des schrittweisen Zugangs, der in dem im Dezember 2024 erlassenen Gesetz vorgesehen ist.

Überzeugt von dem Versprechen campierten die Senioren mehr als einen Monat vor dem Ministerium für soziale Entwicklung in Asunción. Nachdem er sie mobilisiert hatte, soll der Anführer sie ihrem Schicksal überlassen haben, obwohl er wusste, dass die Zahlung nicht sofort erfolgen würde und das Warten vergeblich wäre.

Der Staatsanwalt erklärte, dass die letzte Aufnahmewelle im April Personen umfasste, die bis November letzten Jahres 68 Jahre alt geworden waren. Das jährliche Kontingent von 30.000 neuen Zugängen sei bereits ausgeschöpft, es blieben nur noch Plätze für eine reduzierte Gruppe.

Neben Cabral wurden auch Pedro Ismael Ferreira Verdún und Rodrigo Andrés Piatti Morínigo wegen Störung des öffentlichen Friedens angeklagt. Die Anhörung zur Verhängung von Sicherungsmaßnahmen ist für den 28. Mai um 8 Uhr angesetzt.