Drei unterschiedliche Ereignisse haben in den letzten Tagen den Alltag von Pedro Juan Caballero geprägt – zwischen materiellen Verlusten, einem historischen Abschied und einem Gewaltverbrechen, das die Behörden in Alarmbereitschaft versetzt.
Am Montag, dem 18. Mai, wurde der Mechaniker João Morel, brasilianischer Staatsangehörigkeit, im Stadtteil María Victoria erschossen. Dem Bericht der Nationalpolizei zufolge fuhr Morel einen weißen Fiat Toro Pickup mit brasilianischen Kennzeichen, als er von einem silberfarbenen Toyota Allion oder Premio abgefangen wurde. Die Insassen des Fahrzeugs feuerten mehrere Schüsse mit großkalibrigen Waffen ab, darunter ein Sturmgewehr Kaliber 5,56 mm und eine Pistole Kaliber 9 mm. Das Opfer wurde von zehn Projektilen getroffen, so der Gerichtsmediziner Marco Prieto. Morels Ehefrau brachte ihn ins Regionale Krankenhaus von Pedro Juan Caballero, wo er kurz darauf starb. Die Polizei ermittelt, ob es sich um eine Abrechnung handelte oder ob das Opfer versehentlich ins Visier geriet. Der Fall wird von der Staatsanwältin Reinalda Palacios bearbeitet.
Am selben Tag nahm die Gemeinschaft Abschied von Damiana Alvarenga Vda. de Escobar, die als älteste Einwohnerin der Stadt galt und im Alter von 110 Jahren verstarb. Sie hätte am 2. Juni ihren 111. Geburtstag gefeiert. Bekannt für ihre geistige Klarheit, bewahrte Damiana Erinnerungen an den Chacokrieg, in dem sie als Krankenschwester gedient haben soll. Im Vorjahr hatten ihr die Gemeinderatsversammlung von Pedro Juan Caballero, vertreten durch die Stadträtin Zulma Icasatti Acevedo, und die Gouverneursbehörde von Amambay, vertreten durch Gouverneur Juan Silvino Acosta, Ehrungen zuteilwerden lassen. Die Totenwache fand im Stadtteil San Antonio statt, die Beisetzung erfolgte am folgenden Tag.
Tage zuvor, am 15. Mai, zerstörte ein Großbrand das Haus der 85-jährigen Mariana Bernal im Stadtteil María Victoria an der Ecke der Straßen 29 de Noviembre und Ramón Gill vollständig. Die alte Frau verlor all ihre Habseligkeiten, es gab jedoch keine Todesopfer. Die Freiwillige Feuerwehr und die Polizei, die über das Notrufsystem 911 alarmiert worden waren, brachten die Flammen mit Hilfe eines Hydrantenfahrzeugs unter Kontrolle und verhinderten so ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude.