Sondersendung erinnert an José Asunción Flores zum Jahrestag seines Todes und Exils

Eine gemeinsame Radio- und Fernsehsendung versammelt Experten, um das Leben, Werk und das lange Exil des Schöpfers der Guarania zu analysieren, der 1972 in Buenos Aires starb und dessen sterbliche Überreste erst 1991 repatriiert wurden.

Programa especial recorda a José Assunção Flores no aniversário de sua morte e exílio
Programa especial recorda a José Assunção Flores no aniversário de sua morte e exílio

An diesem Samstag, dem 16. Mai, um 11 Uhr übertragen Radio Nacional del Paraguay und Paraguay TV live eine Sondersendung zum Gedenken an den Maestro José Asunción Flores (1904-1972), den Schöpfer der Guarania. Moderiert von Journalist Héctor Riveros, wird die Runde mit María Victoria Sosa, Generaldirektorin des Orquesta Sinfónica Nacional (OSN); Luis Álvarez, Direktor des Orquesta Nacional de Música Popular Paraguaya (ONAMP); sowie den Journalisten und Forschern Antonio V. Pecci und Alcibiades González Delvalle, beide vom Ateneo Cultural José Asunción Flores, stattfinden.

Geboren im Viertel Chacarita in Asunción, war Flores' Kindheit von Armut geprägt; seine musikalische Ausbildung begann er als Lehrling in der Banda de la Policía de la Capital. 1925, nach Experimenten mit dem Rhythmus der paraguayischen Polka, schuf er die Guarania, ein langsameres und melancholisches Musikgenre, das den heroischen Charakter und das Gefühl des paraguayischen Volkes ausdrücken sollte. Sein politisches Engagement und sein Einsatz für die Arbeiter brachten ihm Anerkennung, aber auch Verfolgung und ein langes Exil, das ihn zwar von der Heimat trennte, aber sein symphonisches Werk international verbreitete.

Die Sendung wird sowohl die technische Analyse seiner emblematischen Werke als auch die Umstände seines Todes behandeln. Flores starb am 16. Mai 1972 im Sanatorio Mitre in Buenos Aires an der Chagas-Krankheit, die er sich in der Kindheit zugezogen hatte. Sein Tod im Exil war von Zensur und der Unmöglichkeit geprägt, nach Paraguay zurückzukehren, aufgrund der Beschränkungen der Diktatur von Alfredo Stroessner. Seine sterblichen Überreste wurden zunächst im Pantheon der Sociedad Argentina de Autores y Compositores (SADAIC) auf dem Friedhof Chacarita in Buenos Aires beigesetzt.

Die Expertenrunde wird den Prozess der Repatriierung seiner sterblichen Überreste nachzeichnen, der erst 1991 im Kontext des demokratischen Übergangs unter großer öffentlicher Anteilnahme stattfand. Die Asche von Flores wurde auf den Platz überführt, der heute seinen Namen und den seines Mitarbeiters Manuel Ortiz Guerrero trägt, und ihm wurde posthum der Orden Nacional del Mérito verliehen.