Eine 28-jährige Frau wurde am Montag von der Nationalpolizei unter dem Verdacht festgenommen, ihren zweijährigen Sohn in einem Supermarkt in Limpio im Departamento Central zurückgelassen zu haben. Der Vorfall ereignete sich in dem Geschäft im Stadtteil Juan de Salazar.
Aufnahmen der Überwachungskameras zeigen, wie die Frau mit dem Kind den Supermarkt betritt und durch die Gänge geht. Irgendwann betritt sie einen Umkleideraum und kehrt nicht zurück. Die Mutter verlässt das Geschäft allein, während der Junge ohne Begleitung in einem Einkaufswagen sitzen bleibt.
Sicherheitskräfte des Supermarkts beobachteten die Situation und verständigten die Nationalpolizei, die das Kind in Obhut nahm. Die Verdächtige wurde wenig später ausfindig gemacht und gab an, sie habe den Sohn in der Obhut einer Freundin gelassen, und bestritt die Aussetzung. Die Beweise, einschließlich der Aufnahmen, deuten jedoch darauf hin, dass sie dafür verantwortlich war, den Jungen allein zu lassen.
„Wir haben das Einsatzprotokoll aktiviert und zunächst die Angehörigen ermittelt. Dann fanden wir die Mutter. Sie behauptet, der Sohn sei bei einer Freundin gewesen und sie habe ihn nicht ausgesetzt, aber die Beweise zeigen, dass sie es war“, sagte der für den Vorfall zuständige Polizeibeamte.
Der Fall wurde der Staatsanwaltschaft gemeldet, die die Überstellung der Festgenommenen in die 9. Polizeiwache von Limpio anordnete, wo sie der Justiz zur Verfügung steht. Die Identität der Mutter und des Sohnes wurde gemäß Artikel 29 des Kindheitsgesetzes nicht veröffentlicht, der die Veröffentlichung von Daten verbietet, die Minderjährige in der Opferrolle oder als mutmaßliche Täter einer Straftat identifizieren könnten.