Richter spricht alle Angeklagten im Dinac-Maskenfall frei

Der paraguayische Richter Yoan Paul López hat alle Beschuldigten im Fall der überteuerten Goldmasken der Luftfahrtbehörde Dinac endgültig freigesprochen. Der Freispruch erfolgte auf Grundlage eines Berufungsurteils von 2024, das die Anklage der Staatsanwaltschaft für nichtig erklärt hatte.

Der paraguayische Garantierichter Yoan Paul López hat die endgültige Einstellung des Verfahrens gegen alle Angeklagten im sogenannten „Tapabocas de oro“-Fall der Dirección Nacional de Aeronáutica Civil (Dinac) verfügt. Dies berichtet die Zeitung Ultima Hora. Unter den Freigesprochenen befindet sich auch der ehemalige Dinac-Präsident Edgar Melgarejo Ginard.

Die Entscheidung des Richters setzt ein Urteil des Dritten Strafberufungsgerichts vom 14. Juni 2024 um, das die Anklage der stellvertretenden Staatsanwältin Soledad Machuca für nichtig erklärt und die endgültige Einstellung des Verfahrens angeordnet hatte. Die Strafkammer des Obersten Gerichtshofs hatte am 12. November 2025 den Kassationsantrag der Staatsanwaltschaft für unzulässig erklärt, womit das Berufungsurteil rechtskräftig wurde.

Neben Melgarejo wurden auch Juan Carlos Turitich Báez, Marcelo Rubén Ovelar, Fernando José Gallardo und Luz María Chamorro Báez freigesprochen. Der Richter ordnete die Aufhebung aller Sicherungsmaßnahmen an und stellte fest, dass das Verfahren den guten Ruf und die Reputation der Betroffenen nicht beeinträchtige.

Die Begründung für die Nichtigerklärung der Anklage war, dass die Anklageschrift vom 28. April 2023 erheblich von den in der ursprünglichen Anschuldigung vom 30. April 2020 genannten Tatsachen abgewichen sei. Dadurch hätten die Angeklagten keine vorherige Vernehmung zu den neuen Vorwürfen erhalten, was einen Verfahrensfehler darstelle.