Eine große Menschenmenge versammelte sich am Donnerstag im Mikrozentrum von Asunción, um den 215. Jahrestag der Unabhängigkeit Paraguays zu begehen. Wie Última Hora berichtet, begannen die Vorbereitungen bereits in den frühen Morgenstunden: Arbeiter richteten Essensstände, Aktionsflächen, Messen und Bühnen in mehreren Straßen und an historischen Orten der Hauptstadt ein.
Am Vormittag nahmen Schüler und Ehemalige an einem Schülerumzug in der Calle Estrella teil, bei dem Blaskapellen und traditionelle Chiroleras aus verschiedenen Schulen und Hochschulen auftraten. Die Calle Palma war besonders frequentiert: Dort fand eine Sonderausgabe der Feria Palmear mit kulinarischen Angeboten statt. Ein besonderer Höhepunkt war der Wettbewerb „Jagua Patriota“, bei dem Hunde in historischen Kostümen der Unabhängigkeitshelden vorgeführt wurden.
Die Museen verzeichneten regen Besucherandrang. Führungen mit Sonderprogrammen gab es unter anderem im Gebäude der Cañas Paraguayas Sociedad Anónima, inklusive Verkostung. Die größte Aufmerksamkeit erhielt erwartungsgemäß die Casa de la Independencia, wo Familien die Reliquien der Unabhängigkeitshelden und andere Kolonialgegenstände besichtigten.
Auf der Plaza de Armas vor dem Cabildo wurden Stände mit typischen Gerichten aus verschiedenen Nationen aufgebaut. Dort fand auch ein Bühnenprogramm mit Musik- und Tanzdarbietungen statt, unter anderem mit den Künstlern Villagrán und Juan Cancio Barreto. Gegen Mitternacht führten Schauspieler eine Szene aus der Nacht der Unabhängigkeitserklärung auf.
Tagsüber überflogen Militärflugzeuge den Himmel während des Militärmarschs an der Costanera von Asunción, an dem auch der Staatspräsident und andere Würdenträger teilnahmen. Um Mitternacht erleuchteten Feuerwerke den Himmel zum Gedenken an die vor 215 Jahren errungene Unabhängigkeit.