Rentner fordern kompletten Austausch des IPS-Verwaltungsrats

Die Nationale Union der Rentner Paraguays (UNJPy) protestierte vor dem IPS und fordert den Austausch des gesamten Verwaltungsrats sowie mehr Transparenz in der Finanzverwaltung.

Jubilados do IPS exigem renovação completa do Conselho de Administração
Jubilados do IPS exigem renovação completa do Conselho de Administração

Die Nationale Union der Rentner Paraguays (UNJPy) hat am vergangenen Montag vor dem Institut für Soziale Vorsorge (IPS) demonstriert. Die Kundgebung galt der Unterstützung des neuen Präsidenten Dr. Isaías Fretes, richtete sich aber zugleich mit scharfer Kritik gegen den Verwaltungsrat. Wie die Zeitung Última Hora berichtet, fordern die Rentner einen vollständigen Austausch des Gremiums.

Gustavo Canatta, Präsident der UNJPy, erklärte gegenüber Última Hora, die Mobilisierung solle die „Initiative und den Willen“ des neuen IPS-Chefs stützen. Gleichzeitig verlangt die Organisation die Ablösung des Rentnervertreters José Jara. „Wir fordern direkt den Wechsel des Rentnervertreters (José Jara), der nie unser Vertreter war“, so Canatta.

Die UNJPy schlägt die Einrichtung von Arbeitsgruppen vor, die auf technischen Studien von pensionierten Fachleuten basieren und die Verwaltung des Instituts verbessern könnten. Canatta betonte, die Hauptprobleme des IPS seien nicht medizinischer, sondern administrativer und finanzieller Natur. „Das IPS hat schwerwiegende administrative Probleme in seiner gesamten Struktur. Wir können nicht nur über die Rentenkasse sprechen. Wir haben drei Programme: Rente, Gesundheit und Verwaltung“, führte er aus.

Besonders kritisiert wird die konsolidierte Buchführung, die eine genaue Zuordnung der Mittel zu den einzelnen Programmen unmöglich mache. „Sie erlaubt uns keine Analyse, ob das verwendete Geld tatsächlich für die Rentenkasse, die Gesundheit oder den Verwaltungsbereich ausgegeben wurde“, sagte Canatta.

Der Gewerkschaftsführer drängte auf die Einstellung von Finanzexperten zur Verwaltung der Reserven der Rentenkasse, die über 3 Milliarden US-Dollar im Finanzsystem betragen. „Das muss wirklich ein Finanzexperte verwalten“, forderte er und erinnerte an den Rücktritt von Dr. Carlos Pereira, den er als „einzige fähige Person“ für diese Aufgabe bezeichnete. Canatta regte eine Prüfung von Pereiras möglicher Rückkehr an. Abschließend bekräftigte er seine Besorgnis über die Fortführung des derzeitigen Verwaltungsrats.