Die paraguayischen Maquiladoras haben im ersten Quartal 2026 Exporte im Wert von 471 Millionen US-Dollar erzielt, wie das Ministerium für Industrie und Handel (MIC) mitteilte. Dies entspricht einem Anstieg von 83 Millionen US-Dollar gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, berichtete die Zeitung Ultima Hora.
Vier Branchen – Autoteile, Lebensmittel, Bekleidung und Aluminiumprodukte – trieben das Wachstum an und machten zusammen 71 % der gesamten Exporte zwischen Januar und April aus. Allein im April erreichten die Exporte 100 Millionen US-Dollar bei über 5.160 genehmigten Vorgängen. Im selben Monat genehmigte das MIC 24 neue Maquila-Programme, die Investitionen von 57 Millionen US-Dollar und die Schaffung von 1.154 neuen Arbeitsplätzen vorsehen.
Laut MIC konzentrieren sich 92 % der Unternehmen mit genehmigtem Maquila-Programm auf vier Departements: Alto Paraná, Central, Capital und Amambay. Was die Exportziele betrifft, so gingen 82 % der Ausfuhren in Länder des Mercosur. Weitere Abnehmer waren die Niederlande, die USA, Chile und andere internationale Märkte.
Der Maquila-Sektor beschäftigt derzeit 35.357 Menschen direkt, 2.645 mehr als vor einem Jahr. Die Bereiche Bekleidung, Autoteile, immaterielle Dienstleistungen, Kunststoffe und Chemie/Pharmazie vereinen 72 % dieser Arbeitsplätze. 45 % der Beschäftigten sind Frauen. Nach Angaben des Vizeministeriums für Industrie machten die Maquila-Exporte im Jahr 2025 69 % der gesamten Industriegüterexporte Paraguays aus. Zudem weist die Handelsbilanz des Sektors zum Ende des ersten Quartals 2026 einen positiven Saldo auf: Die Exporte übertreffen die Importe um 83 %, was auf eine höhere Wertschöpfung in der nationalen Produktion hindeutet.