Paraguay übertrifft 800.000 Grippeimpfungen während der Kältewelle

Das Gesundheitsministerium Paraguays hat bereits mehr als 806.000 Dosen des trivalenten Grippeimpfstoffs verabreicht, während das Land eine Woche mit niedrigen Temperaturen erlebt. Die Kampagne, die über 1,5 Millionen Dosen verfügt, zielt darauf ab, schwere Krankheitsverläufe zu verhindern, insbesondere bei Kindern und älteren Menschen. Parallel dazu steht der Impfstoff Neumococo 23 für Personen über 60 Jahre zur Verfügung. In Asunción sind die Impfstellen von 7 bis 17 Uhr geöffnet.

Mit dem Einsetzen der intensiven Kälte in dieser Woche hat das Ministerium für öffentliche Gesundheit Paraguays bereits 806.275 Dosen des trivalenten Grippeimpfstoffs verabreicht, von insgesamt 1,5 Millionen Dosen, die vom erweiterten Impfprogramm (PAI) bereitgestellt wurden. Der Impfstoff schützt vor den Influenza-Stämmen A (H1N1), A (H3N2) und B. Obwohl er eine Infektion nicht verhindert, verringert er das Risiko von Krankenhausaufenthalten und schweren Komplikationen erheblich, insbesondere bei Kindern, deren Immunsystem sich noch in der Entwicklung befindet.

Für Personen ab 60 Jahren ist zudem der Impfstoff Neumococo 23 verfügbar, der vor Lungenentzündung, Meningitis und anderen durch das Bakterium Pneumokokken verursachten Atemwegserkrankungen schützt.

In Asunción umfassen die Impfstellen die Impfstation der 18. Gesundheitsregion an der Avenida Brasil nahe Fulgencio R. Moreno sowie die Krankenhäuser Materno Infantil de San Pablo, Trinidad, Barrio Obrero und Loma Pytâ, zusätzlich zum Instituto de Previsión Social (IPS). Alle sind von 7 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Kampagne findet während einer Vorhersage niedriger Temperaturen für die gesamte Woche statt. Die Direktion für Meteorologie kündigt Tiefstwerte von 8°C am Mittwoch und 9°C am Donnerstag an, mit Höchstwerten um 19°C. Bis Samstag ist kein Regen vorhergesagt.

An anderer Front diskutierten das Gesundheitsministerium und das IPS über die Ausweitung der Gesundheitsversorgung. Die Ministerin María Teresa Barán hob positive Erfahrungen mit gemeinsamen Diensten in Itapúa und Ayolas hervor, wo Versicherte und Nichtversicherte Zugang zu Intensivstationen haben. Der Präsident des IPS, Isaías Fretes, betonte den Bedarf an spezialisierten Humanressourcen, um mit der Infrastruktur und Ausstattung Schritt zu halten. Die Institutionen vereinbarten, technische Arbeitsgruppen beizubehalten, um die Koordination im ganzen Land zu stärken.