Über 960 Unternehmen im paraguayischen Tourismus-Einkaufsregime registriert

Laut ABC Color sind 963 Unternehmen im paraguayischen Régimen de Turismo de Compras (RTC) eingetragen, das ausländischen Käufern besondere Mehrwertsteuerregelungen bietet. Die meisten Firmen konzentrieren sich in Ciudad del Este, gefolgt von Asunción, Encarnación und Pedro Juan Caballero.

Mais de 960 Empresas Operam sob o Regime de Turismo no Paraguai
Mais de 960 Empresas Operam sob o Regime de Turismo no Paraguai

Mehr als 960 Unternehmen sind im paraguayischen Régimen de Turismo de Compras (RTC) registriert, einem speziellen Mehrwertsteuer-Abwicklungsmodell für Import und Verkauf bestimmter Waren an ausländische Käufer. Dies berichtet ABC Color unter Berufung auf Daten der Dirección Nacional de Ingresos Tributarios (DNIT). Das RTC umfasst Produkte wie Elektronik, Optik, Musikinstrumente und Sportartikel und wird vor allem in Grenzstädten wie Asunción, Ciudad del Este, Encarnación, Pedro Juan Caballero, Pilar und Saltos del Guairá genutzt.

Die Aufschlüsselung der registrierten Unternehmen zeigt eine klare Struktur: 680 kleine, 210 mittlere und 73 große Firmen sind gelistet. Regional dominiert Ciudad del Este mit 624 Unternehmen, was etwa zwei Drittel des Gesamtbestands ausmacht. Asunción folgt mit 165, Encarnación mit 58 und Pedro Juan Caballero mit 49 Firmen. Kleinere Standorte wie Corpus Christi und San Lorenzo sind ebenfalls vertreten. Die Verteilung unterstreicht die starke Konzentration des Tourismus-Einkaufsregimes in Grenzregionen mit hohem ausländischem Kundenverkehr, insbesondere aus Brasilien und Argentinien.

Die hohe Zahl kleiner Unternehmen weist auf ein dynamisches, aber fragmentiertes Geschäftsumfeld hin. Viele kleine Händler nutzen das RTC zur Formalisierung, während größere Firmen – darunter Importeure, Technologiehändler und Konsumgüterkonzerne – ebenfalls vertreten sind. Die DNIT-Daten zeigen auch die Bedeutung von Zollfreizonen für Import, Reexport und regionale Logistik.

ABC Color weist jedoch auf Herausforderungen hin: Die starke Abhängigkeit von Wechselkursschwankungen und regulatorischen Änderungen in Nachbarländern sowie die geringe finanzielle Resilienz vieler kleiner Betriebe machen das System anfällig. Der Bericht, erstellt von MF Economía e Inversiones, empfiehlt eine Weiterentwicklung hin zu höherer Wertschöpfung in Logistik, Technologie und internationalen Dienstleistungen.