Der Distrikt Obligado im Departamento Itapúa, offiziell als „Hauptstadt des Genossenschaftswesens“ bekannt, feiert in diesem Jahr sein 114-jähriges Bestehen. Die Feierlichkeiten gipfeln am 25. Mai, dem eigentlichen Gründungstag. Wie die paraguayische Tageszeitung Última Hora berichtet, hat die Gemeindeverwaltung ein umfangreiches Programm mit sportlichen, kulturellen, religiösen und zivilen Aktivitäten zusammengestellt.
Den Auftakt bildete bereits die „Carrera 114° Aniversario“, die als sechste Runde der nationalen Straßenmeisterschaft vor dem Kulturhaus stattfand. Weitere Höhepunkte sind das Mercosur-Turnier im Minibasketball, der „Circuito Rural de las Estaciones“ über 5 und 10 Kilometer, ein nationales Motorradtreffen sowie das Finale des interbezirklichen Fußballturniers. Im kulturellen und religiösen Bereich steht das Fest zu Ehren der Schutzpatronin María Auxiliadora im Mittelpunkt, einschließlich der traditionellen Überführung ihrer Statue zum Kulturhaus im Stadtzentrum.
Der zentrale Festakt findet am Montag, dem 25. Mai, mit einer großen Parade auf der Avenida Gaspar Rodríguez de Francia statt. Daran beteiligen sich Schulen, Vereine, Militär und lokale Organisationen, um der Geschichte der Gemeinde zu gedenken. Obligado wurde 1912 von dem argentinischen Großgrundbesitzer Pastor Servando Obligado gegründet und 1954 per Präsidialdekret in den Rang eines Distrikts erhoben. Heute beherbergt der Ort eine der größten Mehrzweck-Produktionsgenossenschaften des Landes, die Cooperativa Colonias Unidas, die seit 75 Jahren besteht und als bedeutender Wirtschaftsfaktor gilt.