Operation Restaurar: Senad verbindet Drogenbekämpfung mit ökologischer Wiederherstellung in Paraguay

Die paraguayische Antidrogenbehörde Senad startet mit der Operation Restaurar ein Pilotprojekt, das nach der Vernichtung illegaler Marihuana-Plantagen die Wiederaufforstung geschädigter Waldgebiete vorsieht. Erste Maßnahmen wurden im Rahmen der binationalen Operation Nueva Alianza 55 im Departamento Amambay durchgeführt.

Operação Restaurar: Senad alia recuperação ecológica ao combate ao narcotráfico no Paraguai
Operação Restaurar: Senad alia recuperação ecológica ao combate ao narcotráfico no Paraguai

Die paraguayische Nationale Antidrogenbehörde (Senad) hat mit der „Operation Restaurar“ ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, das Umweltschutz und Drogenbekämpfung miteinander verbindet. Wie die Nachrichtenseite Noticias CDE berichtet, zielt die Initiative darauf ab, nach der Räumung illegaler Marihuana-Plantagen die geschädigten Ökosysteme wiederherzustellen.

Hintergrund ist die Erkenntnis, dass kriminelle Strukturen immer wieder in private und staatliche Schutzgebiete eindringen, dort große Flächen Primärwald roden und Cannabis anbauen. Die Senad führt daher nach jeder Erntevernichtung Aufforstungsaktionen durch. Dabei werden mit Unterstützung des Nationalen Forstinstituts (Infona) Samen heimischer Baumarten per Hand ausgebracht. Die Flächen werden anschließend regelmäßig überwacht, um den natürlichen Regenerationsprozess zu bewerten.

Die Operation Restaurar wurde bereits mehrfach als Abschlussphase der binationalen Operationen „Nueva Alianza“ eingesetzt, die in Kooperation mit der brasilianischen Bundespolizei durchgeführt werden. Zuletzt kam sie bei der Beendigung der Operation Nueva Alianza 55 in den Waldgebieten des Departamento Amambay zur Anwendung. Mit diesem Ansatz will die Senad zeigen, dass der Kampf gegen den Drogenanbau nicht nur die Vernichtung illegaler Kulturen umfasst, sondern auch die Wiederbelebung der betroffenen Gebiete – als integralen Bestandteil von Sicherheit und Gemeinwohl.