CIUDAD DEL ESTE – Paraguay war stets ein gastfreundliches Land, das Menschen aus aller Welt, insbesondere aus Krisenregionen wie Venezuela, mit offenen Armen empfängt. Die paraguayische Bevölkerung hilft großzügig und vertraut darauf, dass die Neuankömmlinge arbeiten und ein besseres Leben aufbauen wollen. Doch wie die Nachrichtenseite Noticias CDE berichtet, zeigt die Realität, dass nicht alle Ausländer mit guten Absichten ins Land kommen.
In den letzten Jahren habe die Zahl von Straftaten zugenommen, die von legal eingereisten Ausländern begangen werden. Ein besonders schwerer Fall ereignete sich kürzlich, als eine Gruppe Venezolaner einen brutalen Raubüberfall verübte und dabei vorgab, verletzt zu sein, um ihre Opfer zu überrumpeln. Solche Taten seien kein Einzelfall: Auch brasilianische Staatsbürger und andere Nationalitäten nutzten die unzureichende Überprüfung von Vorstrafen aus, um sich in Paraguay niederzulassen.
Das Problem liege nicht im Gesetz, das die legale Einreise erlaubt, sondern im Fehlen eines rigorosen Systems zur Überprüfung von Straf- und Gerichtsakten. So werde Paraguay einerseits zum Land der Chancen für ehrliche Arbeiter, andererseits aber auch zum Refugium für Kriminelle, die hier einen Ort ohne wirksame Kontrollen fänden.
Die Folgen seien deutlich: Die Unsicherheit belaste paraguayische Familien, schüre Angst in den Gemeinden und untergrabe das Vertrauen in Migranten, die tatsächlich mit legitimen Absichten kämen. Die Solidarität des paraguayischen Volkes dürfe nicht mit Naivität verwechselt werden, so der Tenor des Artikels.