Der Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige Bürgermeister von Asunción, Martín Burt, derzeitiger Exekutivdirektor der Fundación Paraguaya, erklärte, dass Paraguay die Armut in den kommenden Jahren drastisch senken könne, sofern es Maßnahmen ergreife, die auf Beschäftigung, Bildung und umfassende Unterstützung für Familien in prekären Situationen ausgerichtet seien. Laut Burt verfüge das Land über makroökonomische Stabilität, natürliche Ressourcen und eine junge Bevölkerung, die das soziale und wirtschaftliche Wachstum vorantreiben könne.
Burt betonte, dass die größte Herausforderung darin bestehe, das Wirtschaftswachstum in konkrete Verbesserungen für die verletzlichsten Sektoren umzuwandeln. Er plädierte für die Schaffung formeller Arbeitsplätze und die Stärkung der Bildung als Grundpfeiler für nachhaltige Ergebnisse. Er unterstrich auch die Notwendigkeit von Programmen, die über die wirtschaftliche Unterstützung hinausgingen, einschließlich Qualifizierung, Gesundheit und unternehmerischer Möglichkeiten.
Die Aussagen erfolgen in einem Kontext, in dem die paraguayische Regierung einen Rückgang der Armut verzeichnet. Offizielle Daten, die in diesem Jahr veröffentlicht wurden, zeigen, dass 2025 über 213.000 Paraguayer der Armut entkommen sind, während die extreme Armut auf 2,4 % gesunken ist, den niedrigsten je verzeichneten Stand.
Burt meinte, dass Paraguay zu einem regionalen Beispiel werden könne, wenn es eine öffentliche Politik beibehalte, die auf Produktivität, Inklusion und menschliche Entwicklung ausgerichtet sei. Er betonte, dass die Armutsbekämpfung nicht auf Subventionen beschränkt sein dürfe, sondern vielmehr Bedingungen schaffen müsse, damit die Menschen ein eigenes Einkommen erzielen und ihre Lebensqualität verbessern könnten. Abschließend forderte er eine stärkere Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen Sektor, der Privatwirtschaft und sozialen Organisationen, um strukturelle Veränderungen zu beschleunigen und Ungleichheiten zu verringern.