Der paraguayische Senator Rubén Velázquez hat eingeräumt, dass die Forderung nach einem ermäßigten Bustarif für Universitätsstudenten („medio pasaje universitario“) nicht rechtzeitig vorangetrieben wurde. Wie die Nachrichtenseite C9N berichtet, kündigte Velázquez eine öffentliche Anhörung an, bei der Studierende ihre Situation darlegen können und unter anderem der Wirtschaftsminister teilnehmen soll.
Evelyn Benítez, Mitglied des Studierendenrates der Philosophischen Fakultät der Nationaluniversität von Asunción (UNA), schilderte die Realität vieler junger Menschen: Lange Anfahrtswege, teilweise zwei Studiengänge gleichzeitig und erhebliche finanzielle Opfer, um die Vorlesungen zu erreichen. Besonders problematisch sei der Mangel an öffentlichen Verkehrsmitteln – in manchen Gegenden fahren Busse nur bis 21 Uhr, was für Studierende mit späten Kursen oder Nebenjobs eine große Hürde darstelle.
Die Ankündigung der Anhörung folgt auf wachsenden Druck von Studierenden, die auf die dringende Notwendigkeit des ermäßigten Tarifs hinweisen. Senator Velázquez betonte, man müsse „ein Mea culpa“ machen, weil das Anliegen nicht früher aufgegriffen wurde. Die genauen Termine der Anhörung stehen noch nicht fest.