IPS beginnt mit der Umstrukturierung des Vademecums zur Bekämpfung des Mangels an medizinischen Verbrauchsmaterialien

Das Institut für Sozialvorsorge (IPS) hat einen Notfallplan gestartet, um dem chronischen Mangel an medizinischen Verbrauchsmaterialien entgegenzuwirken, indem es Änderungen im Einkaufssystem vornimmt und die Verantwortung für die Festlegung des Vademecums vom Verwaltungssektor auf die Ärzte überträgt.

Das Institut für Sozialvorsorge (IPS) kündigte einen Notfallplan angesichts des anhaltenden Mangels an medizinischen Verbrauchsmaterialien an, der eine Umstrukturierung des Einkaufssystems und eine strenge Überprüfung des institutionellen Vademecums umfasst. Der Präsident des IPS, Isaías Fretes, teilte mit, dass eine Gruppe von Ärzten den Katalog der von der Institution verwendeten Produkte und Medikamente überprüft.

Als vorläufiges Ergebnis wurden 988 Artikel gestrichen, die zum Kauf registriert waren, von denen viele als unnötig angesehen wurden. Fretes erklärte, dass bisher die Ausschreibungen und die Zusammensetzung des Vademecums vom Verwaltungssektor festgelegt wurden, der seiner Ansicht nach die tatsächlichen medizinischen Bedürfnisse nicht berücksichtigte.

„Als Arzt war es notwendig, diese Situation zu ändern, weil ich mich fragte, warum bestimmte Produkte weiterhin auf der Medikamentenliste standen. Ich beschloss, den Gesundheitsfachkräften, die die Institution leiten, eine führende Rolle zu geben. Nach der sorgfältigen Arbeit des Ärzteteams wurden 988 Artikel aus dem Vademecum entfernt. Wir kauften Millionen an Produkten, die nicht gerechtfertigt waren“, erklärte Fretes.

Der Präsident des IPS machte den Verwaltungssektor für die übermäßige Aufnahme von Produkten im Vademecum verantwortlich, eine Situation, die seiner Aussage nach seit Jahren besteht. Er nannte ein Beispiel für eine Ausschreibung im Wert von 76 Milliarden Guaraní, die wegen Sinnlosigkeit deaktiviert werden musste, während 164 Versicherte aufgrund fehlender ophthalmologischer chirurgischer Kits Gefahr laufen, ihr Augenlicht zu verlieren.

Fretes betonte, dass die Auswirkungen der Überprüfung des Vademecums für die Institution sehr bedeutend sein werden und dass die Ärztengruppe bis nächsten Mittwoch um die Fertigstellung der technischen Analyse gebeten hat. Nach diesem Schritt beabsichtigt das IPS, die rechtlichen Verfahren beim Vorstand einzuleiten, um die Änderungen im Einkaufssystem und in der Struktur des Vademecums offiziell umzusetzen.