Schweiz könnte Referendum zum Schutz von Bienen in der Verfassung abhalten

Eine Volksinitiative in der Schweiz will den Schutz der Bienen in der Bundesverfassung verankern. Dafür sind 100.000 Unterschriften innerhalb von 18 Monaten nötig, um ein Referendum zu erzwingen. Die Maßnahme wird von Umweltschützern und Parteien wie der FDP und der Mitte unterstützt und zielt darauf ab, die Ernährungssicherheit angesichts des Rückgangs der Bienenpopulationen zu gewährleisten.

Umweltorganisationen und parlamentarische Gruppen in der Schweiz haben eine Volksinitiative gestartet, damit Bienen durch die Bundesverfassung geschützt werden. Der Vorschlag, der am Dienstag vorgestellt wurde, benötigt 100.000 Unterschriften innerhalb von 18 Monaten, um die Frage einem Referendum zu unterziehen, gemäß dem Prozess der direkten Demokratie des Landes, wo Volksabstimmungen drei- bis viermal im Jahr stattfinden.

Die grüne Parlamentarierin Delphine Klopfenstein, eine der Verantwortlichen der Initiative, betonte, dass der Schutz der Bienen und der Bestäubung für die Produktion von Obst, Gemüse und Getreide unerlässlich und für die Ernährungssicherheit lebenswichtig sei. Das Komitee, das den Vorschlag leitet, warnte zudem, dass in der Schweiz bereits etwa 60 Wildbienenarten ausgestorben seien, während die Hälfte der rund 600 verbleibenden Arten bedroht sei. Die Population dieser Insekten sei in den letzten 30 Jahren im Land um mehr als 75 Prozent zurückgegangen.

Die Initiative wird von Vertretern der FDP.Die Liberalen und der Partei Die Mitte (ehemals Christdemokraten) unterstützt. Der Text des Vorschlags enthält keine konkreten Maßnahmen zum Schutz der Bienen und der Bestäubung, legt aber fest, dass diese Verantwortung beim Staat und den Kantonen liegen wird.