Asunción – Der Vorsitzende der Asociación Nacional Republicana (ANR) und ehemalige Präsident Paraguays, Horacio Cartes, hat am Donnerstag im Rahmen der Feierlichkeiten zum 215. Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes mit einer unerwarteten Äußerung für Schlagzeilen gesorgt. Vor dem traditionellen Te Deum in der Kathedrale von Asunción von Journalisten auf sein Befinden angesprochen, antwortete Cartes laut einem Bericht von El Nacional: „Mir geht es gut, obwohl einige von euch mich tot sehen wollten – ich lebe.“
Die Bemerkung fiel in einem Moment, in dem in den letzten Wochen immer wieder Gerüchte über den Gesundheitszustand des 68-Jährigen kursierten. Cartes, der die mächtige innerparteiliche Strömung Honor Colorado anführt, betrat das Gotteshaus zunächst mit einem knappen „5/5“ auf die Frage nach der Lage der Partei. Die anschließende persönliche Stellungnahme löste sofort politische Diskussionen und eine Welle von Reaktionen in den sozialen Netzwerken aus.
Der Auftritt des Ex-Präsidenten fand vor dem Hintergrund intensiver parteiinterner Aktivitäten statt. Innerhalb der ANR laufen weiterhin Gespräche und Entscheidungsprozesse mit Blick auf die anstehenden Kommunal- und Parteiwahlen. Cartes behält eine zentrale Rolle in der Führung der ANR und in der Bewegung Honor Colorado. An der Zeremonie nahmen neben Cartes auch andere nationale Autoritäten, Vertreter der Staatsgewalten und politische Führungspersönlichkeiten teil.