Verteidigung von Erico Galeano beantragt Verlegung in Militär- oder Polizeigefängnis

Der Anwalt Luis Almada, der den ehemaligen Senator Erico Galeano vertritt, der zu 13 Jahren Haft wegen Geldwäsche und krimineller Vereinigung verurteilt wurde, hat beantragt, seinen Mandanten in das Militärgefängnis von Viñas Cué oder in die Spezialeinheit der Nationalpolizei zu verlegen, und beruft sich dabei auf Sicherheitsrisiken und gesundheitliche Gründe.

Der Anwalt Luis Almada, Verteidiger des ehemaligen Senators Erico Galeano, erklärte am Mittwoch, der geeignetste Ort für den Vollzug der Untersuchungshaft seines Mandanten sei das Militärgefängnis von Viñas Cué oder die Spezialeinheit der Nationalpolizei. Die Äußerung erfolgte, nachdem Galeano von der Gerichtsabteilung in das Nationale Zentrum für Untersuchungshäftlinge, die ehemalige Nationale Haftanstalt von Tacumbú, verlegt worden war.

Almada führte aus, Galeano sei aufgrund seiner langjährigen Rolle als prominente politische Figur sowohl mit Anhängern als auch mit Gegnern konfrontiert, was einen Ort erforderlich mache, der seine Sicherheit gewährleiste. Zudem betonte der Anwalt, dass der ehemalige Senator einen Darmkrebs überlebt habe und sein Gesundheitszustand berücksichtigt werden müsse. „Wir haben viele Beispiele von Personen, die unabhängig von der begangenen Straftat die Möglichkeit hatten, ihre Haft an einem Ort zu verbüßen, der ihr Wohlbefinden sicherstellt“, sagte er.

Der Verteidiger kritisierte auch die Entscheidung des Fachgerichts für organisierte Kriminalität, das die Untersuchungshaft in Tacumbú anordnete. „Das Gericht hat sich geirrt, indem es uneindeutig entschieden hat“, erklärte er und fügte hinzu, die Maßnahme diene lediglich der Sicherung des Verfahrens, dem sich Galeano „niemals widersetzt“ habe.

Der Generaldirektor der Justizvollzugsanstalten des Justizministeriums, Rubén Peña, bestätigte, dass Galeano die Untersuchungshaft im Nationalen Zentrum für Untersuchungshäftlinge verbüßen wird. Der ehemalige Senator der Colorado-Partei wurde zu 13 Jahren Haft wegen Geldwäsche aus Drogenhandel und krimineller Vereinigung verurteilt, nachdem seine Verbindung zum uruguayischen Drogenhändler Sebastián Marset und zu Miguel Ángel Insfrán, bekannt als „Tío Rico“, nachgewiesen worden war.

Almada kündigte an, für den Fall, dass die Verlegung nicht auf dem Wege eines Antrags beim Gericht erreicht werde, in den kommenden Tagen eine besondere einstweilige Maßnahme beim Strafvollstreckungsgericht zu beantragen.