Influencerin warnt: „Story time“-Videos auf TikTok können Jobchancen schaden

Die Paraguayerin Cintia Estay vom Profil Vive Simple warnte, dass „Story time“-Videos auf TikTok Arbeitsmöglichkeiten, Stipendien und Universitätszulassungen gefährden können, weil der digitale Fußabdruck dauerhaft bleibt.

Die paraguayische Influencerin Cintia Estay, bekannt durch das Profil Vive Simple auf TikTok, hat eine Debatte angestoßen, indem sie warnte, dass die beliebten „Story time“-Videos berufliche und akademische Chancen beeinträchtigen können. In einer auf der Plattform veröffentlichten Überlegung sagte sie: „Das Internet vergisst nie“ und dass alle veröffentlichten Inhalte in Zukunft gegen den Urheber verwendet werden können.

Laut Estay teilen viele junge Menschen intime Geschichten auf der Suche nach Likes, Kommentaren und Followern, ohne die Konsequenzen zu bedenken. „Ich denke, all diese sehr intimen Anekdoten … Ich weiß nicht, ob es gut ist, sie auf TikTok oder einer anderen sozialen Plattform zu veröffentlichen, denn was einmal veröffentlicht ist, kann man nie wieder zurückholen, es wird nie wieder privat“, erklärte sie.

Die Influencerin betonte, dass Personalverantwortliche, Universitäten und Stipendienkomitees selbst Jahre später auf diese Inhalte zugreifen können. Sie hob auch hervor, dass Veröffentlichungen von Dritten manipuliert oder falsch interpretiert werden können, selbst wenn sie nichts „Schlechtes“ enthalten. „Alles, was wir sagen, ist in vielen Bereichen von Bedeutung“, warnte sie.

Das Video löste unterschiedliche Reaktionen unter den Followern aus. Ein Kommentar lautete: „Oft ist es Show. Außerdem sollte das Privatleben nicht das Berufsleben und schon gar nicht das akademische Leben beeinflussen. Was du sagst, ist ziemlich begrenzt.“ Ein anderer Nutzer schrieb: „Völlig richtig. Auch wenn es Follower anziehen kann, ist so viel Bloßstellung sehr gefährlich.“ Es gab auch jemanden, der einwarf: „Viele tarnen die Idee, auf das eigene Image zu achten, mit ‚Mir ist egal, was die Leute sagen‘, aber seien wir ehrlich … es ist doch wichtig, und zwar sehr. Der digitale Fußabdruck hält ein Leben lang.“

Estays Warnung unterstreicht die Notwendigkeit, für die Risiken übermäßiger Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken zu sensibilisieren, besonders unter jungen Menschen, die Sichtbarkeit suchen, ohne die langfristigen Auswirkungen zu bedenken.