Die paraguayische Entwicklungsfinanzierungsagentur (AFD) hat bereits 55 Millionen US-Dollar an Krediten an Produzentinnen und Unternehmerinnen vergeben, die durch mehr als 2.600 von der Institution ausgestellte Garantien gestützt werden. Die Mittel wurden über den Garantiefonds für Frauen (Fogamu) freigegeben, ein 2022 aufgelegtes Programm, wie AFD-Präsidentin Stella Guillén mitteilte.
Guillén erklärte, dass Frauen, wenn geeignete Instrumente zur Verringerung von Hürden – wie fehlende Sicherheiten – verfügbar seien, Zugang zum Finanzsystem erhielten, ihre Verpflichtungen erfüllten und ihre Geschäfte ausbauen könnten. Sie räumte jedoch ein, dass weiterhin strukturelle Hindernisse bestünden: Viele Unternehmerinnen oder Familienvorstände sähen sich selbst bei vielversprechenden Vorhaben mit Einschränkungen wie Informalität, unzureichender Kredithistorie oder fehlenden Sachwerten konfrontiert.
„Wir arbeiten daran, Instrumente zu schaffen, die helfen, diese Hürden zu beseitigen und den Zugang zu Finanzierungen zu besseren Bedingungen zu erleichtern. In diesem Sinne sind Garantiefonds, Kreditlinien mit inklusivem Ansatz und Finanzbildung von grundlegender Bedeutung“, betonte die AFD-Präsidentin.
Guillén hob hervor, dass die Rolle des Staates nicht darauf beschränkt sein dürfe, Mittel bereitzustellen, sondern vielmehr reale Bedingungen zu schaffen, damit Frauen ihre Geschäfte aufrechterhalten, sich für die Zukunft aufstellen und ihre wirtschaftliche Autonomie stärken könnten. „Es ist auch entscheidend, weiterhin Belege zu sammeln. Frauen sind gute Zahlerinnen, sie erfüllen ihre Verpflichtungen und stärken die Qualität des Portfolios, wenn sie die Chance erhalten“, fügte sie hinzu.
Wenn eine Frau eine Finanzierung erhalte, fördere dies nicht nur eine persönliche oder geschäftliche Initiative: „Oft stärkt dieser Kredit eine ganze Familie, schafft Arbeitsplätze, belebt die Gemeinschaft und eröffnet neue Chancen.“