AYOLAS. Die Anordnung der Geschäftsführung des Konsortiums Aña Cua WRT (Webuild, Rovella, Tecnodil), die das Fotografieren und Filmen der Bauarbeiten untersagt, sorgt unter den Arbeitern für Unmut und Besorgnis. Dies erklärte der Rechtsvertreter der Gewerkschaft der Bauarbeiter des Aña-Cua-Armes (Sitracbamd), Anwalt Vidal Cáceres, gegenüber ABC Color.
Cáceres zufolge werde unter dem Vorwand des Urheberrechts versucht, Unregelmäßigkeiten auf der Baustelle zu verbergen. Die paraguayische Regierung und die Entidad Binacional Yacyretá (EBY) als Finanzier des Projekts müssten die umstrittene Anordnung aufklären. Er bezeichnete die Entscheidung als „völlig abwegig“, da Paraguay ein souveräner Staat mit einer Verfassung sei, die das Recht auf Information garantiere.
Der Gewerkschaftsanwalt kritisierte, dass die EBY bislang keine Maßnahmen ergriffen habe, obwohl sie die Arbeiten am Aña-Cua-Arm finanziere. Sowohl paraguayische als auch argentinische Arbeiter seien verärgert über das Verbot und die Androhung von Kündigungen bei Verstößen. „Ich halte die Entscheidung des Konsortiums für sehr gewagt, denn ich glaube, es geht darum, Unregelmäßigkeiten und Improvisationen bei der Ausführung der Arbeiten zu vertuschen. Es handelt sich um ein Projekt von öffentlichem Interesse“, so Cáceres.
Laut dem Rundschreiben 05/2026 des Geschäftsführers des Konsortiums, Ingenieur Pedro Patiño, ist das Anfertigen von Fotos und Videos auf der Baustelle untersagt. Begründet wird dies mit dem Schutz geistigen Eigentums. Die Regelung gilt für Arbeiter, Subunternehmer, Transporteure und alle am Projekt Beteiligten. Bei Verstößen drohen der sofortige Ausschluss vom Gelände, ein unbefristetes Betretungsverbot und die Vertragskündigung.