Eine bewaffnete Gruppe verübte am Dienstagmorgen, dem 26., in Ciudad del Este (Departamento Alto Paraná) einen Überfall im Kommandostil und entwendete von Mitarbeitern des Importunternehmens Vía Brasil eine geschätzte Summe von 200.000 US-Dollar. Die Tat ereignete sich gegen 8:50 Uhr in der Nähe der Unterführung am ehemaligen Kilometer 5,5 der Fernstraße PY02, als die Opfer auf dem Weg zu einer Bankfiliale abgefangen wurden, um eine Einzahlung vorzunehmen.
Nach ersten Erkenntnissen näherten sich vier bis fünf vermummte Männer in taktischen Westen und mit Schusswaffen den Mitarbeitern des auf den Import und Vertrieb von Parfüms spezialisierten Unternehmens. Die Opfer befanden sich in einem Citroën mit dem Kennzeichen AANP 317. Polizeikommissar Arnaldo Irala bestätigte, dass die Täter zwei versiegelte Geldkoffer mit dem für die Bank bestimmten Bargeld entwendeten.
Für die Abfangaktion und ihre Flucht nutzten die Räuber einen schwarzen Toyota Fortuner (Baujahr 2019) mit dem Mercosul-Kennzeichen AEWV 128. Nach der Tat wurde das Fahrzeug in der Nähe der Japanischen Vereinigung im Stadtviertel San José, etwa acht Blocks vom Tatort entfernt, zurückgelassen. Ermittlungen der Kraftfahrzeugabteilung ergaben, dass der Pickup bereits am 21. April in Asunción als gestohlen gemeldet worden war und zum Zeitpunkt des Überfalls mit unrechtmäßigen Papieren unterwegs war.
Die Nationalpolizei wertet derzeit Aufnahmen von Überwachungskameras aus, um die Fluchtroute der Täter zu rekonstruieren und die Verantwortlichen zu identifizieren. Zwar steht die endgültige offizielle Bestätigung des genauen Betrags noch aus, doch deuten die ersten Ermittlungen auf eine Summe von 200.000 US-Dollar hin. Die Präzision des Hinterhalts und der Einsatz eines hochwertigen Fahrzeugs lassen darauf schließen, dass die Kriminellen über detaillierte Informationen zu den Finanzbewegungen des Unternehmens verfügten.