Brasil verurteilt Drogenhändler zu 37 Jahren Haft, der bei Senad-Operation in Paraguay floh

Ein Bundesgericht in Brasilien hat den Drogenhändler Lindomar Reges Furtado zu 37 Jahren Haft verurteilt, weil er eine Organisation anführte, die mehr als sechs Tonnen Kokain nach Europa exportierte. Furtado war 2022 während der Operation Turf in Paraguay entkommen und 2025 in Rio de Janeiro gefasst worden.

Brasil condena a 37 anos de prisão traficante que fugiu em operação da Senad no Paraguai
Brasil condena a 37 anos de prisão traficante que fugiu em operação da Senad no Paraguai

Ein Bundesgericht in Brasilien hat den brasilianischen Drogenhändler Lindomar Reges Furtado zu 37 Jahren Haft verurteilt, nachdem es ihn für schuldig befunden hatte, eine auf internationalen Drogenhandel und Geldwäsche spezialisierte Struktur angeführt zu haben. Die Organisation soll mehr als sechs Tonnen Kokain von Südamerika nach Europa exportiert haben.

Das Bundesgericht von Rio de Janeiro sah es als erwiesen an, dass Reges Furtado Verhandlungen mit Drogenlieferanten in südamerikanischen Ländern koordinierte und geschäftliche Verbindungen zu in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, ansässigen Käufern unterhielt.

Den Ermittlungen zufolge operierte das kriminelle Netzwerk über ein transnationales Schema, das den Erwerb von Kokain in Bolivien und Kolumbien umfasste. Die Ware wurde dann nach Paraguay transportiert und anschließend nach Brasilien eingeführt, mit Zielhafenstädte, von wo aus sie in Containern versteckt nach Europa verschifft wurde. Die brasilianischen Behörden geben an, dass die Struktur auch auf Bestechung von Beamten zurückgriff, um den Transport und den Export der Droge zu erleichtern.

Der Name Lindomar Reges Furtado erlangte in Paraguay im Februar 2022 Bekanntheit, als ihm während der gescheiterten Operation Turf die Flucht gelang, die von Agenten der Nationalen Antidrogenbehörde (Senad) und der Staatsanwaltschaft im Departamento Alto Paraná durchgeführt wurde. Damals verließ der Drogenhändler den Paraná Country Club in einem schwarzen Toyota Hilux Pickup, der einer Angestellten der Tabacalera del Este SA (Tabesa) gehörte.

Den Ermittlungshintergründen zufolge lebte der Brasilianer in Paraguay auf hohem Niveau und verfügte über einen Habeas-Corpus-Beschluss, der ihm freie Bewegung erlaubte und seine Festnahme trotz der gegen ihn bestehenden Verdachtsmomente verhinderte.

Nach fast drei Jahren auf der Flucht wurde Reges Furtado schließlich im Februar 2025 von Agenten der Bundespolizei Brasiliens gefasst. Die Festnahme erfolgte in einer luxuriösen Wohnanlage im Stadtteil Recreio dos Bandeirantes in Rio de Janeiro, wo er schlafend aufgefunden wurde. Die Behörden teilten zudem mit, dass der Verurteilte ästhetische Veränderungen vorgenommen hatte, um sein Aussehen zu verändern und seine Identifizierung zu erschweren.