Giuzzio-Prozess: Gericht erhält Daten aus dem Handy eines brasilianischen Drogenhändlers

Das auf organisierte Kriminalität spezialisierte Strafgericht hat offiziell die aus dem Mobiltelefon von Lindomar Reges Furtado extrahierten Daten erhalten, der in Brasilien wegen Drogenhandels zu 37 Jahren Haft verurteilt wurde. Die Informationen werden übersetzt und analysiert, um eine mögliche Verbindung zum ehemaligen Minister Arnaldo Giuzzio zu überprüfen, der der schweren passiven Bestechung angeklagt ist.

Das Gericht, das den ehemaligen Minister Arnaldo Giuzzio verhandelt, hat offiziell die aus dem in Brasilien beschlagnahmten Handy von Lindomar Reges Furtado extrahierten Daten erhalten, der im Nachbarland wegen Drogenhandels zu 37 Jahren Haft verurteilt wurde. Die Information wurde vom Journalisten Aldo Insfrán veröffentlicht.

Mit den vorliegenden Unterlagen wird das auf organisierte Kriminalität spezialisierte Strafgericht Übersetzungssachverständige bestellen müssen, um den Inhalt ins Spanische zu übertragen, bevor er in der mündlichen und öffentlichen Verhandlung vorgelegt wird. Giuzzio ist wegen schwerer passiver Bestechung angeklagt, da er angeblich Gefälligkeiten des Drogenhändlers Marcus Vinicius Espíndola Marqués de Pauda erhalten hat.

Die Richter hatten die Verwendung der Daten aus Furtados Handy als Beweismittel bereits genehmigt. Die Fortsetzung des Verfahrens ist für diesen Donnerstag vorgesehen, mit der Vorlage neuer urkundlicher Beweise.