Brasilien schlägt eine Freiflugzone im Mercosur vor, um Inlandsflüge zwischen den Mitgliedsländern auszubauen

Brasilien hat die Einrichtung einer Freiflugzone im Mercosur vorgeschlagen, um nationalen Fluggesellschaften zu erlauben, Inlandsflüge in anderen Ländern des Blocks durchzuführen. Ziel ist es, die regionale Integration zu vertiefen und günstige Flugverbindungen zu erleichtern.

Die brasilianische Regierung hat einen Vorschlag zur Schaffung einer Freiflugzone für nationale Fluggesellschaften der Mercosur-Länder sowie der assoziierten Staaten wie Chile und Peru vorgelegt. Ziel der Initiative ist es, Fluggesellschaften eines Landes zu ermöglichen, Inlandsflüge in einem anderen Land durchzuführen und so die regionale Integration zu stärken. Beispielsweise könnte eine chilenische Fluggesellschaft Flüge innerhalb Brasiliens anbieten, während eine brasilianische Gesellschaft dasselbe in Chile und Argentinien tun könnte.

Der brasilianische Minister für Häfen und Flughäfen, Tomé Franca, betonte, dass diese Maßnahme der Bevölkerung zugutekommen werde, indem sie mehr Flugoptionen und eine bessere Vernetzung zwischen den Städten der Region biete. Dies solle auch den Wettbewerb fördern und zur Senkung der Flugpreise beitragen.

Darüber hinaus plant die brasilianische Regierung, das Angebot von Billigflügen im Inland zu erleichtern – ein Modell, das in Europa bereits verbreitet ist und in Chile durch zwei lokale Fluggesellschaften umgesetzt wird, die auch einige internationale Strecken nach Argentinien und Uruguay bedienen. Mit dieser Strategie soll der Zugang zum Luftverkehr für mehr Menschen erweitert werden.

Parallel dazu informierte der Minister über den Fortschritt des Programms Ampliar, das die Verwaltung brasilianischer Flughäfen durch Versteigerungen an private Unternehmen überträgt. Ziel ist es, Investitionen in die Infrastruktur an strategisch wichtigen Terminals aufgrund ihrer Lage und ihres Potenzials sicherzustellen. Bisher wurden 72 Passagierflughäfen versteigert, sechs Verhandlungen laufen noch, und bis Jahresende sind weitere zehn geplant. In der ersten Phase wurden 13 Flughäfen in den Regionen Nord und Nordost einbezogen, wodurch die Verbindung zur Karibik und anderen Zielen in Amerika gestärkt wird.

Quellen (1)

Aktualisiert: 03.06.2026, 18:25