Casa Popore bringt indigene und populäre Kunst aus Paraguay zur Messe ArteCo 2026 in Corrientes

Der paraguayische Kulturraum Casa Popore ist als Sondergast zur achten Ausgabe der ArteCo, der Messe für zeitgenössische Kunst in Corrientes, Argentinien, eingeladen. Er präsentiert die Ausstellung „Memoria, barro y trama“ (Erinnerung, Lehm und Geflecht), die Werke indigener und populärer Künstler aus Paraguay, Argentinien und dem Süden Brasiliens vereint.

Casa Popore leva arte indígena e popular paraguaia à feira ArteCo 2026, em Corrientes
Casa Popore leva arte indígena e popular paraguaia à feira ArteCo 2026, em Corrientes

Der paraguayische Kulturraum Casa Popore ist einer der Sondergäste der achten Ausgabe der ArteCo, der Messe für zeitgenössische Kunst in Corrientes (Argentinien), die vom 21. bis 24. Mai im Museum für zeitgenössische Kunst (MACC) stattfindet. Die Teilnahme erfolgt im Rahmen der Gruppenausstellung „Memoria, barro y trama“, die indigene Kunst, traditionelles Kunsthandwerk und zeitgenössische Kunst aus der argentinischen Küstenregion, Paraguay und dem Süden Brasiliens vereint.

Kuratiert von Gabriel Romero und Hada Irastorza, feiert die Ausstellung die Erinnerung, die Landschaft und die gemeinsamen kulturellen Praktiken der Region. Neben Casa Popore sind die Gruppen Artesanos del Iberá, Guaraní Porá (PY), El Cántaro Almacén de Arte (PY), die Staatliche Universität Londrina (BR) und Rewilding Argentina an der Ausstellung beteiligt. Die Gesamtkuratierung der Messe obliegt Marcelo Dansey, der als Schwerpunkte dieser Ausgabe „die Verwurzelung im Territorium und die Kraft der Glaubenssysteme“ in der regionalen Produktion gewählt hat.

Casa Popore bringt nach Corrientes ein vielfältiges Ensemble von Werken: Keramiken von Julia Isidrez, Ediltrudis und Carolina Noguera; Zeichnungen der Gemeinschaft Nivaclé; Manjui-Stoffe von Esperanza Gómez; und Holzskulpturen des Volkes der Aché. Die Auswahl folgt keiner einheitlichen thematischen Linie, sondern spiegelt die Vielfalt der Sprachen und Techniken jedes Künstlers und jeder Gemeinschaft wider. „Jeder Künstler, jedes Volk, jede Technik spricht aus einer eigenen, auf die anderen nicht reduzierbaren Sprache“, beschreibt die Organisation.

Vor fast einem Jahrzehnt gegründet, hat Casa Popore langfristige Beziehungen zu Künstlern verschiedener indigener Völker Paraguays – Mbya Guaraní, Ayoreo, Aché, Enlhet, Nivaclé und Manjui – sowie zu Schöpfern der populären Kulturen des Landes aufgebaut. Die Teilnahme an der ArteCo 2026 ist ein weiteres Kapitel dieser grenzüberschreitenden kulturellen Austauschgeschichte.