Das französische Satiremagazin Charlie Hebdo hat eine zweite Karikatur der paraguayischen Senatorin Celeste Amarilla veröffentlicht und damit seine Kritik nach deren rassistischen Äußerungen gegen den französischen Fußballspieler Kylian Mbappé während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 verschärft.
Die neue Illustration, gezeichnet vom Karikaturisten Félix und in der Rubrik "Dessins du jour" veröffentlicht, zeigt die Parlamentarierin auf ihrem Sitz im Nationalkongress, wobei der obere Teil ihres Schädels geöffnet und mit Fäkalien und Fliegen gefüllt ist. Die satirische Bildunterschrift fragt: "Wann können wir den Rassismus endlich aus den Köpfen dieser Hurensöhne entfernen?"
Es ist die zweite Veröffentlichung in Folge des Wochenmagazins, die sich auf die Senatorin konzentriert – ein beispielloser Vorgang für eine paraguayische Politikerin. Die erste Karikatur, die am Donnerstag veröffentlicht wurde, verglich ihren Kopf mit einem leeren Fußball.
Der Streit begann, als Amarilla von der Authentischen Radikal-Liberalen Partei (PLRA) in sozialen Netzwerken rassistische und fremdenfeindliche Begriffe benutzte, um Mbappé, den Kapitän der französischen Nationalmannschaft, anzugreifen. Der Spieler von Real Madrid antwortete, indem er sie als "verachtenswerte und unwürdige Frau" bezeichnete, was die Aufmerksamkeit der internationalen Medien auf sich zog.
Charlie Hebdo, bekannt für seine satirischen Positionen und die radikale Verteidigung der Meinungsfreiheit, erlangte 2015 weltweite Bekanntheit, als es einen Terroranschlag auf seine Redaktion in Paris gab, bei dem zwölf Menschen getötet wurden.
