Protest gegen IPS-Ratsmitglied: Plakat fordert Abgang von Argaña im Streit um bezahlten Urlaub

In Asunción wurde ein Protestplakat angebracht, das den Rücktritt des Ratsmitglieds des Instituts für Soziale Vorsorge (IPS), José Emilio Argaña, fordert, nachdem er für den Zeitraum vom 8. bis 22. Juni bezahlten Urlaub beantragt hatte, der mit der Weltmeisterschaft zusammenfällt. Die Aktion erfolgt vor dem Hintergrund von Kritik an der Lage des öffentlichen Gesundheitswesens und der Verwendung von Mitteln der Einrichtung.

Ein Plakat mit dem Satz „Perdón por ser pobres, consejero Argaña“ wurde an der Kreuzung der Straßen Pa'i Pérez und Azara in Asunción angebracht, um gegen das Ratsmitglied des Instituts für Soziale Vorsorge (IPS), José Emilio Argaña, zu protestieren. Die Kundgebung erfolgt, nachdem bekannt wurde, dass Argaña vom 8. bis 22. Juni bezahlten Urlaub beantragt hat und dabei seine volle Diät fortbezahlt erhält.

Das Ratsmitglied begründete den Antrag mit notwendigen Arbeiten im Zusammenhang mit den internen Wahlen der Nationalrepublikanischen Vereinigung (ANR). Die zeitliche Überschneidung mit der Gruppenphase der Weltmeisterschaft, an der die paraguayische Nationalmannschaft teilnimmt, löste jedoch starke öffentliche Reaktionen aus. Kritiker weisen darauf hin, dass der bezahlte Urlaub eine unangemessene Verwendung von IPS-Mitteln darstellt, insbesondere angesichts der Schwierigkeiten im Gesundheitssystem.

Der Protest in Form eines Straßenplakats spiegelt die Unzufriedenheit mit der Amtsführung des Ratsmitglieds und die Wahrnehmung von Privilegien inmitten sozialer Not wider. Die Situation hat bisher keine offizielle Stellungnahme des IPS oder von Argaña zu den Vorwürfen erhalten.