Die paraguayische Gesellschaft für sanitäre Dienstleistungen (Essap) hat mit Bauarbeiten zur Anpassung der Trinkwasserverteilungsnetze und des Abwassersystems in Concepción begonnen, nachdem Anwohner und lokale Behörden monatelang Beschwerden eingereicht hatten. Wassermangel und der Zusammenbruch des Abwassersystems in Stadtteilen wie Itacurubí, San José Olero, Inmaculada und Calaverita führten zu wiederholten Forderungen an das Staatsunternehmen.
Am Montag versprach der Präsident der Essap, Luis Fernando Bernal, an einer außerordentlichen Sitzung der Gemeindeverwaltung teilzunehmen, die vor der Kläranlage des Unternehmens stattfand, erschien jedoch nicht. Per Videokonferenz gab er an, dass das Flugzeug aufgrund des Wetters nicht von Asunción abheben konnte. Am folgenden Tag versäumte er auch die Sitzung im Sitz der Gemeindeverwaltung mit der Begründung, er habe ein Treffen mit Präsident Santiago Peña über die Probleme in Concepción gehabt.
Die Abwesenheit löste Empörung unter Gemeinderäten und Anwohnern aus. Am Dienstagnachmittag traf Bernal schließlich in der Stadt ein und nahm an der Sitzung teil. Während seiner Rede erklärte er, dass die Essap daran arbeite, die Wasserverteilung zu verbessern, und dass 1.200 Meter Abwasserkanäle an kritischen Stellen ausgetauscht würden. Der Regionalmanager der Essap, Juan Celso López, der bereits an der vorherigen Sitzung teilgenommen hatte, sagte, dass ein technisches Team aus Asunción an den problematischsten Orten im Einsatz sei und dass das Unternehmen nicht abreisen werde, bis alle Unannehmlichkeiten behoben seien.
Die Anwohner warten nun darauf, dass die Versprechen eingehalten werden.