Paraguayische Fachärzte haben ihre Kündigungen zurückgezogen und die Teilnahme am Streik am 21. und 22. September ausgesetzt, nachdem das Gesundheitsministerium eine Vereinbarung getroffen hatte. Diese sieht vor, über höhere Gehälter für Bereiche mit hoher medizinischer Komplexität zu verhandeln, was jedoch noch von der Haushalts- und Gesetzgebungsfreigabe abhängt.
Santiago Peña
Pytagua-Berichterstattung zu Santiago Peña.
Der Senat hat Anfragen an die Zentralbank Paraguays zu den Aktivitäten und der Expansion der Ueno Bank beschlossen. Hintergrund sind Fragen zu öffentlichen Einlagen, möglichen Interessenkonflikten und politischen Rivalitäten zwischen der Bank und der Banco Basa.
Der für den 17. und 18. September geplante Lehrkräfte-Streik in Paraguay richtet sich gegen den Haushaltsentwurf 2027, der keine Gehaltsanpassungen und vereinbarte Forderungen vorsieht. Die Senatorinnen Blanca Ovelar und Celeste Amarilla streiten über die Ursachen der Bildungskrise, die Ergebnisse der internationalen PISA-Studie 2025 mit 6.507 getesteten 15-Jährigen, das Programm Ñe’ẽry, das 2023 zwölf Millionen US-Dollar erhielt, sowie über Kritik an Lehrerausbildung und Leistungsprinzipien. Amarilla warnt zudem vor einer Rückkehr von Bankenkrisen und nennt die Institute Banco Atlas und Ueno, eine paraguayische Digitalbank.
Paraguays Präsident Santiago Peña erklärte, es gebe keine Spannungen mit Horacio Cartes, dem Vorsitzenden der Asociación Nacional Republicana (ANR), und führte Kritik an der Regierung auf die bevorstehenden Kommunalwahlen am 4. Oktober zurück. Er forderte Aufklärung über die Anfrage an die Zentralbank zu Vorgängen der Ueno Bank und betonte die Notwendigkeit, den Dialog mit Ärzten fortzusetzen, die für den 21. und 22. September einen Streik ankündigten.
Laut den Veranstaltern findet das 3. Taiwan-Paraguay-Technologieforum am 11. und 12. September in der Zentrale der paraguayischen Zentralbank in Asunción statt. Experten diskutieren Anwendungen künstlicher Intelligenz in Industrie, Landwirtschaft, Gesundheitswesen, Energie, Logistik, Finanzen, Cybersicherheit und digitaler Verwaltung. Die Teilnahme ist kostenlos, erfordert jedoch eine vorherige Anmeldung.
Die Gewerkschaft Sitrande kündigt eine Ausweitung der Proteste gegen die Pläne zur Gründung eines Energieministeriums sowie einer Energieregulierungsbehörde an und verlangt vom paraguayischen Präsidenten Santiago Peña verbindliche Zusagen. Parallel laufen Verhandlungen über den Strompreis von Itaipú ab 2027.
Das Abgeordnetenhaus Paraguays wird erneut über einen Gesetzentwurf beraten, der die getrennte Berücksichtigung verschiedener Finanzprodukte eines Instituts ermöglichen könnte. Die IPS-Anlagen bei der Ueno Bank überschritten laut den Quellen die dort genannte gesetzliche Grenze.
Gerüchte über ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Richter des Obersten Gerichtshofs spalten die Colorado-Partei in Paraguay, obwohl es keine formelle Initiative gibt. Senator Derlis Maidana erklärt, Präsident Santiago Peña lehne jede Regierungsinitiative ab, während Mario Varela von möglichen Absprachen mit liberalen Senatoren, dem Ex-Senator Juan Bartolomé Ramírez und einer politischen Bewegung nach den Kommunalwahlen berichtet.
Das Handy von Yecika Bracho, der Inhaberin der mit Despierta Paraguay verbundenen Telefonleitung, wird nach der Einigung mit Christian Chena im Rahmen einer Untersuchung zu einer mutmaßlichen Netzwerkstruktur digitaler Angriffe analysiert. Dabei sollen Konten und SIM-Karten Dritter genutzt worden sein. Mögliche Verbindungen zu Unternehmen und Amtsträgern sind gerichtlich noch nicht bestätigt.
Der internationale Flughafen Silvio Pettirossi in Paraguay wird mindestens vier bis fünf Jahre weiterbetrieben, während die Regierung einen neuen Terminal für über 320 Millionen US-Dollar prüft. Parallel laufen Ausbauarbeiten und eine Erweiterung der Flugverbindungen von Latam nach Lima, São Paulo und Montevideo.
Estefanía Laterza de los Ríos hat das Amt der paraguayischen Botschafterin in den USA übernommen und plant für die ersten zwei Jahre eine Zusammenarbeit in Politik, Wirtschaft, Handel, Sicherheit, Wissenschaft, Bildung, öffentlicher Diplomatie und Gemeinschaftsfragen.
Paraguay will den ökologischen Landbau ausbauen. Dieser umfasst 160.000 Hektar, zählt 7.500 zertifizierte Erzeuger und erzielte im vergangenen Jahr Exporte von rund 40 Millionen US-Dollar – nach Angaben von Präsident Santiago Peña. Die Strategie setzt auf Investitionen, mehr Wertschöpfung und regionale Zusammenarbeit.
Die Fluggesellschaft Latam wird im ersten Quartal 2027 eine Direktverbindung zwischen Asunción und Montevideo mit fünf wöchentlichen Flügen einführen und bis Ende 2026 die wöchentlichen Frequenzen auf bestehenden Strecken ab Paraguay von 26 auf 32 erhöhen. Mit der neuen Route steigt die Gesamtzahl auf 37 wöchentliche Frequenzen.
Am 19. Oktober 2026 will Paraguay im Castello di Solfagnano in der italienischen Region Umbrien Lebensmittel- und Weinunternehmen präsentieren. Geplant sind Treffen, Verkostungen und Besuche, die paraguayische Produzenten mit möglichen europäischen Käufern, Investoren und Partnern zusammenbringen sollen.
Präsident Santiago Peña bekräftigt, dass sein Kabinett keine Steuererhöhungen plant, während das Finanzministerium und die Steuerbehörde DNIT Vergünstigungen im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar überprüfen. Gleichzeitig fordern Ärzte Gehaltsanpassungen und protestieren gegen Mängel im Gesundheitssystem.
Die paraguayische Regierung hält an ihrem Versprechen fest, die Steuersätze bis 2028 nicht zu erhöhen. Gleichzeitig prüft sie jedoch Steuervergünstigungen und Sonderregelungen wie das Maquila-System, die dem Staat Einnahmen von bis zu einer Milliarde US-Dollar entgehen lassen. Im Parlament werden derweil neue Steuern und Ausgabenkürzungen diskutiert, um öffentliche Prioritäten zu finanzieren.
Der Senator Líder Amarilla von der PLRA wirft der Regierung von Santiago Peña vor, große Sportereignisse über drängende Probleme in Krankenhäusern, bei der Sicherheit und auf den Straßen zu stellen. Ironisch schlug er ein internationales Pferderennen als Alternative vor.
Der Entwurf des paraguayischen Staatshaushalts 2027 sieht Ausgaben in Höhe von 166,322 Billionen Guaraníes vor – ein Plus von 11,2 % – und ein Haushaltsdefizit von bis zu 3,9 % des BIP. Eine Lohnerhöhung für die streikenden Ärzte ist jedoch nicht enthalten. Gleichzeitig wurden fünf Säuglinge aus der Neonatologie eines Krankenhauses in Ciudad del Este verlegt, nachdem ein Flohbefall aufgetreten war.
Mindestens 197 Fachärzte in Paraguay haben nach einem fünftägigen Streik ihre Kündigungen eingereicht. Patienten berichten von Medikamentenmangel, während die Regierung die Ablehnung einer linearen Lohnerhöhung mit Haushaltsrestriktionen begründet. Geplant sind Maßnahmen zur Besetzung offener Stellen, die Regularisierung von 2.390 befristet Beschäftigten und die Aufnahme von 760 Millionen US-Dollar für Medikamente und medizinisches Material in den Haushaltsentwurf 2027 – der noch nicht verabschiedet ist. Auch Hochschuldozenten drohen mit Protesten. Eduardo Nakayama schlägt vor, staatlich finanzierte Privatversicherungen abzuschaffen und jährlich 100 bis 120 Millionen US-Dollar in die öffentliche Gesundheitsversorgung zu investieren, ohne den unter Druck stehenden Sozialversicherungsträger IPS zusätzlich zu belasten.
Senator Gustavo Leite schlägt vor, die öffentlichen Ausgaben jährlich um bis zu 400 Millionen US-Dollar zu senken – unter anderem durch einen freiwilligen, finanziell geförderten Ruhestand für bis zu 100.000 Staatsbedienstete, die Zusammenlegung redundanter Behörden und einen Einstellungsstopp. Die Zahlen und Wirkungen sind Leites Projektionen; die Umsetzung hängt weiterhin von der Finanzierung, Entscheidungen der Exekutive und Verhandlungen ab.
Sami Pajari gewann die Rally del Paraguay 2026 und erzielte seinen dritten WRC-Saisonsieg in Folge. Diego Domínguez Bejarano gewann die WRC2 bei seinem Heimlauf, während Santiago Peña sagte, er wolle weitere Wettbewerbe nach Paraguay holen; Pedro Alliana bezeichnete Andrea Lafarja als erste Paraguayerin auf einem Podium der Rallye-Weltmeisterschaft.
Abgeordnete des PLRA organisierten in Córdoba einen Servicetag für Paraguayer und schlugen vor, die Systeme für Identitätsdokumente und Wählerregistrierung zu integrieren, nachdem das örtliche Konsulat 2024 aus Haushaltsgründen geschlossen worden war.
Paraguay und Taiwan planen in Chaco’i ein binational angelegtes Rechenzentrum für künstliche Intelligenz nach einem Modell ähnlich Itaipú. Die paraguayische Regierung stellte das Vorhaben als geplantes größtes KI-Zentrum der Welt dar; die Endkapazität soll bis zu 1.000 MW erreichen, die Anfangsinvestition wird auf 200 bis 300 Millionen US-Dollar geschätzt.
Der Senat prüft ein Abkommen, das Paraguayern und Katarern nach Zustimmung beider Kongresskammern die visum- und gebührenfreie Einreise, Durchreise und einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen ermöglichen könnte, während die Regierung ihre Wirtschafts- und Handelsagenda mit der Wirtschaft ausweitet.