Vier Jahre nach dem Einsturz des Dachs im Februar 2022 verfügen die Schüler der Escuela Básica N° 5.642 San Alfonso im Stadtteil San Alfonso von Pilar endlich über eine neue Schulinfrastruktur. Die Einweihung fand am Mittwoch in Anwesenheit von Stadtbeamten, Lehrkräften und Familienangehörigen statt.
Fast ein Jahr lang hatten die Schüler improvisierten Unterricht in der Halle der Cuerpo de Bomberos Voluntarios del Paraguay, den „Azules“, während sie auf eine endgültige Lösung warteten. Der Neubau kostete rund 1,4 Milliarden Guaraní, finanziert durch FONAES, Royalties und Zuschüsse der Stadtverwaltung Pilar, so Bürgermeister Fernando Ramírez (ANR).
Das neue Gebäude hat zwei Stockwerke, sechs Klassenzimmer, einen Mehrzwecksaal, eine Küche mit Speisesaal, nach Geschlechtern getrennte Sanitäranlagen und ein erneuertes elektrisches System. An der Zeremonie nahmen der Präsident des Gemeinderats, Gerardo Valoriani (ANR), die Stadträtinnen Marita Campias (PLRA) und Maida Fernández (ANR) sowie die Departementsrätin Eleuteria López (ANR) teil.
Der Bürgermeister dankte den Feuerwehrleuten dafür, dass sie während der kritischsten Zeit Räume zur Verfügung gestellt hatten. Mehrere Eltern wiesen jedoch darauf hin, dass die institutionelle Reaktion zu spät gekommen sei und die Gemeinschaft jahrelang unter der heruntergekommenen Infrastruktur gelitten habe, die bereits vor dem Einsturz Anzeichen von Gefahr gezeigt habe.
Der Schulleiter Lilio Verón zeigte sich zufrieden mit den neuen Einrichtungen und verpflichtete sich, sie zu erhalten. Die ehemalige Direktorin Erika Vargas erinnerte emotional an die Anfänge der Einrichtung: „Wir begannen mit einem einzigen Klassenzimmer, und dank der Unterstützung von Nachbarn, Eltern und Geschäftsleuten wuchs die Schule. Heute ist es bewegend zu sehen, wie aus diesem Samen diese große Schule geworden ist.“