Die Staatsanwaltschaft beantragt Haft für Ex-Chef der Geldwäschebekämpfungsbehörde SEPRELAD wegen Verzögerung eines Berichts über Geldkurier

Die Staatsanwaltschaft Paraguays hat die Verurteilung des ehemaligen Chefs der Geldwäschebekämpfungsbehörde Seprelad, Óscar Boidanich, zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft beantragt. Ihm wird vorgeworfen, einen Bericht über den brasilianischen Geldkurier Darío Messer absichtlich verzögert zu haben. Laut Anklage beeinträchtigte dies das Strafverfahren und die Beschlagnahmung illegal erworbener Vermögenswerte.

Die Staatsanwaltschaft beantragt Haft für Ex-Chef der Geldwäschebekämpfungsbehörde SEPRELAD wegen Verzögerung eines Berichts über Geldkurier
KI-generierte Illustration.

Die Staatsanwaltschaft Paraguays hat eine Verurteilung zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft für Óscar Boidanich, den ehemaligen Leiter der Behörde zur Verhinderung von Geldwäsche (Seprelad), beantragt. Der Vorwurf lautet, dass Boidanich einen Finanzintelligenzbericht in Bezug auf den brasilianischen Geldwäscher Darío Messer mutwillig verzögert habe, der als "Seelenverwandter" des Ex-Präsidenten Horacio Cartes beschrieben wird.

Laut dem Antikorruptionsstaatsanwalt Francisco Cabrera wurde in der Verhandlung nachgewiesen, dass Boidanich gemeinsam mit anderen Mitarbeiterinnen die Übermittlung des Dokuments an die Staatsanwaltschaft unbegründet um zehn Monate verschleppte. Der im Juni 2017 fertiggestellte Bericht wurde erst im April 2018 weitergeleitet. Diese Verzögerung habe, so die Anklage, die Strafverfolgung gegen Messer vereitelt und die Beschlagnahmung von unrechtmäßig erworbenen Vermögenswerten verhindert.

Nach den Schlussplädoyers der Anklage hat das mit den Richtern Darío Báez, Gloria Hermosa und Natalia Cacavelos besetzte Gericht die Fortsetzung des Prozesses auf Donnerstag, den 16. Juli, festgelegt. An diesem Tag wird die Verteidigung ihr Schlussplädoyer halten.

Quellen (1)

Aktualisiert: 11.07.2026, 01:37